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Lensing: Kein Embryonenopfer für therapeutisches Klonen

    Berlin (ots) - Zu der Meldung eines amerikanischen Unternehmens, einen menschlichen Embryo zu therapeutischen Zwecken geklont zu haben, erklärt der Vorsitzende der CDU/CSU-Arbeitsgruppe in der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin", Werner Lensing MdB:          Therapeutisches Klonen, wie es jetzt von einem amerikanischen Unternehmen begonnen wurde, halte ich für eine unverantwortliche Instrumentalisierung menschlichen Lebens. Daher wende ich mich mit aller Entschiedenheit dagegen.          Ich widerspreche dem Chef dieses Unternehmens energisch, wenn dieser erklärt, bei den geklonten Embryonen handele es sich nicht um menschliches Leben.

    Inwiefern sollten sich denn eigentlich sogenannte "lebendige Zellen des Menschen" von "menschlichem Leben" unterscheiden?          Natürlich ist es grundsätzlich in Ordnung, wenn ein Unternehmen u. a. auch seinen wirtschaftlichen Vorteil darin sucht, medizinische Therapien zum Wohle der Menschheit zu entwickeln.

    Entscheidend ist aber auch hier das Verhältnis von Mittel und
Zweck.
    
    Es darf nicht sein, dass wirtschaftliche Interessen, durch
vollmundige Heilsversprechen in den Mantel der Fürsorge eingekleidet
werden, um damit die Preisgabe höchstrangiger Schutzgüter zu
rechtfertigen. Gerade darum geht es aber bei der Tötung von
Embryonen, um diesen die zu therapeutischen Zwecken benötigten
Stammzellen zu entnehmen.
    
    Abgesehen von dem unglaublichen Verstoß gegen das Recht auf Leben,
das natürlich einem jeden Embryo zukommt, und der Verletzung der
Menschenwürde stellen sich noch viele weitere ungelöste Fragen, die
schon aus praktischen Gründen gegen eine Anwendung des
therapeutischen Klonens sprechen. So bleiben uns beispielsweise die
Forscherinnen und Forscher die Antwort darauf schuldig, woher die
vielen Eizellen kommen sollen, die benötigt werden, sollte das
therapeutische Klonen überhaupt jemals etabliert werden können.
Sollen etwa Frauen als Zulieferer der Arzneimittelindustrie herhalten
müssen?
    
    Ich warne daher davor, das therapeutische Klonen in Deutschland
zuzulassen.
    
    
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