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Koschyk: Bundesregierung muss Aufgeschlossenheit Usbekistans gegenüber deutscher Sprache und Kultur würdigen

Berlin (ots) - Nach einem Gespräch der Arbeitsgruppe "Vertriebene und Flüchtlinge" der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit dem Botschafter der Republik Usbekistan in Deutschland, S.E. Vladimir I. Norov, erklärt der vertriebenenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hartmut Koschyk MdB: Usbekistan spielt derzeit eine strategisch wichtige Rolle im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Das mutige Engagement Usbekistans verdient daher die Anerkennung der internationalen Gemeinschaft. Das Land selbst zeigt sich darüber hinaus gegenüber der deutschen Sprache und Kultur traditionell als überaus aufgeschlossen. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ergibt sich die zusätzliche Verpflichtung Deutschlands, Usbekistan auf seinem Reformweg in Zukunft noch stärker zu unterstützen. In Usbekistan leben rund 130 verschiedene Nationen und Völkerschaften mit unterschiedlichen Konfessionen und Traditionen. Zu den im Lande lebenden nationalen Minderheiten gehört auch die deutsche Volksgruppe mit ca. 16.000 Angehörigen, von denen mehr als die Hälfte in den Städten des Landes wohnt. Die Zahl der Deutschen hat sich durch jahrelange Aussiedlung von rund 40.000 im Jahr 1989 auf derzeit 16.000 vermindert. Der usbekischen Regierung liegt jedoch viel daran, die verbliebenen Deutschen im Lande zu halten. Daher kommt sowohl der Pflege deutscher Sprache und Kultur als auch der wirtschaftlichen Entwicklung ein hoher Stellenwert zu. Die Bundesregierung leistet einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung Usbekistans. Neben der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit sieht Usbekistan in der Bundesrepublik Deutschland auch einen bedeutsamen Partner beim Auf- und Ausbau des Bildungswesens. Die deutsche Sprache genießt als zweithäufigst gesprochene Fremdsprache im Lande einen hohen Stellenwert, der sich in über 700.000 Schülern ausdrückt, die Deutsch lernen. Bereits 1992 wurde ein Regierungsabkommen über die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan unterzeichnet. Für die Zukunft erhofft sich die usbekische Seite, dass mehr usbekische Studenten durch Stipendien die Möglichkeit zu Studienaufenthalten in Deutschland erhalten können. Die entsprechende Nachfrage nach derartigen Stipendien kann zur Zeit nicht annähernd zufriedengestellt werden. Lobende Worte findet der Botschafter für die Arbeit der Kulturvereinigung der Deutschen in Usbekistan "Wiedergeburt". Die Vereinigung "Wiedergeburt" bemüht sich nicht nur um die Bewahrung der kulturellen Identität der deutschen Minderheit in Usbekistan, sondern mit Unterstützung der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit auch um die Hebung des Bildungs- und Ausbildungsniveaus ihrer Mitglieder. Vor diesem Hintergrund ist die Bundesregierung aufgefordert, für die Deutschen in Usbekistan die kulturellen und wirtschaftlichen Bleibeperspektiven zu verbessern. Nicht zuletzt durch eine verstärkte wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit mit Usbekistan könnte auch das Umfeld davon profitieren. Darüber hinaus darf die Bundesregierung die Chancen nicht verspielen, die in dem traditionell hohen Stellenwert der deutschen Sprache in Usbekistan liegen. ots Originaltext: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen bitte an: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Pressestelle Tel.: (030) 227-52360 Fax: (030) 227-56660 Internet: http://www.cducsu.bundestag.de E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

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