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Holzenkamp/Landgraf: Moderne Landwirtschaft ist Schlüssel zur Sicherung der Welternährung

Berlin (ots) - Lebensmittel mehr wertschätzen

Am heutigen 16. Oktober jährt sich zum 69. Mal der Welternährungstag der FAO. Dazu erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft, Franz-Josef Holzenkamp, und die zuständige Berichterstatterin Katharina Landgraf:

"Nach den aktuellen Zahlen der FAO hungern weltweit über 800 Millionen Menschen, und über eine Milliarde ist chronisch mangelernährt. Auch wenn die Zahl der Hungernden - trotz der wachsenden Weltbevölkerung - in den letzten 20 Jahren um rund 200 Millionen gesunken ist, müssen wir alles daran setzen, allen Menschen Zugang zu einer ausreichenden Versorgung mit Lebensmitteln zu ermöglichen. Es gibt ein Menschenrecht auf Nahrung.

Bereits heute wäre es aufgrund der global produzierten Lebensmittel möglich, jeden Menschen mit 2.700 Kilokalorien am Tag zu versorgen. Dabei liegt der Bedarf sogar nur bei 2.200 Kilokalorien. Eine weltweite Umverteilung ist logistisch jedoch nur schwer möglich.

Deshalb liegt der Schlüssel zur Sicherung der Welternährung in einem Know-how-Transfer von den Industrienationen zu den Entwicklungsländern. Dort fehlen sehr häufig die Kenntnisse über moderne, effiziente und nachhaltige landwirtschaftliche Produktionsmethoden. Hinzu kommen extrem hohe Verluste nach der Ernte, vor allem durch falsche Lagerung und fehlende Infrastruktur für den richtigen Transport. Oft sind es auch die politischen Rahmenbedingungen vor Ort, die eine gerechte Verteilung der Nahrungsmittel verhindern.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt vor diesem Hintergrund ausdrücklich die einstimmige Verabschiedung von Prinzipien für verantwortliche Investitionen in die Landwirtschaft und Nahrungsmittelsysteme durch den Welternährungsausschuss der FAO. Ebenso unterstützen wir die zahlreichen durch das Bundeslandwirtschaftsministerium finanzierten Projekte zur Ernährungssicherung der FAO.

Auch in Deutschland ist die Menge der vermeidbaren Lebensmittelverluste viel zu hoch. Der Welternährungstag sollte uns Anlass sein, unser Bewusstsein für die Wertschätzung von Lebensmitteln zu stärken. Die Verluste nach der Ernte sind bei uns im internationalen Vergleich gering. Der weit überwiegende Anteil der Lebensmittelabfälle entsteht mit 61 Prozent in den privaten Haushalten. Mit der Kampagne 'Zu gut für die Tonne' haben wir bereits in der letzten Legislaturperiode eine Menge in Bewegung gesetzt. Auch im Haushalt des Landwirtschaftsministeriums 2015 ist deshalb eine Million Euro für die Information der Verbraucher vorgesehen, wie sie Lebensmittelabfälle vermeiden können."

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