CDU/CSU - Bundestagsfraktion

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Widmann-Mauz: Ökosiegel verwässert deutsche Qualitätsstandards

    Berlin (ots) - Zu dem heute von der Bundesregierung beschlossenen
neuen Ökosiegel erklärt die Verbraucherschutzbeauftragte der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB:
    
    Unter dem Motto "viel Lärm um nichts" stellt Ministerin Künast
heute ihr Ökosiegel vor: Ohne zusätzliche Qualitätskriterien
festzulegen, fügt die Ministerin den vorhandenen Siegeln ein weiteres
hinzu. Das ist eine Irreführung der Verbraucher!
    
    Darüber hinaus werden die bisher in Deutschland üblichen Standards
für Ökoprodukte auf den umstrittenen EU-Standard gesenkt. Künftig
muss längst nicht mehr alles "öko" sein, was als "öko" gekennzeichnet
ist.
    
    Bei Ministerin Künast herrscht das Prinzip "Schnelligkeit geht vor
Substanz". Denn nach der dem Ökosiegel zugrunde liegenden
EU-Verordnung können künftig
    
    1. auch Kälber und kleine Wiederkäuer für die Fleischerzeugung als
Tiere aus ökologischem Landbau vermarktet werden, obwohl sie gar
nicht in ökologischen Betrieben geboren wurden.
    
    2. auch Futtermittel aus nicht-ökologischem Landbau eingesetzt
werden.
    
    3. auch Betriebe, die nur einen Teil ihrer Produktion auf
Öko-Landbau umgestellt haben, entsprechend der Richtlinie für ihre
Produkte das Ökosiegel erhalten.
    
    4. mit behördlicher Genehmigung alljährlich bis zu 40 Prozent des
Bestands an Rindern zur Bestandsaufstockung eingestellt werden, die
nicht aus ökologischen Tierhaltungsbetrieben stammen.
    
    Die Verbraucher kaufen in gutem Glauben "Öko" Produkte, obwohl es
sich um konventionelle Erzeugnisse handeln kann. Dies ist staatlich
organisierter Etikettenschwindel und eine bewusste Irreführung der
deutschen Verbraucher.
    
    Statt ausschließlich den hohen deutschen Standard nach der
Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (AGÖL) zugrunde zu legen,
geht es Frau Künast wieder einmal um puren Aktionismus - die schnelle
Schlagzeile geht vor Gewissenhaftigkeit. Offenbar sieht die
Bundesverbraucherministerin nur noch auf dem Wege einer Absenkung des
Qualitätsstandards die Möglichkeit, ihr selbstgestecktes Ziel von
    
    20 Prozent Marktanteil von Öko-Produkten zu erreichen.
    
    Das leichtfertige Verhalten von Frau Künast stellt die deutschen
Verbraucher und die Öko-Produzenten vor große Probleme. Ökobetriebe,
die bislang auf qualitativ höchstem Niveau produziert haben, werden -
nun mit Billigimporten konfrontiert - das Nachsehen haben. Und nicht
zuletzt geht dies alles zu Lasten der Verbraucher. Eines steht jetzt
schon sicher fest: Die Verbraucherinnen und Verbraucher werden
Ministerin Künast für diese Aktion kein Gütesiegel an die Brust
heften!
    
    
ots Originaltext: CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragen bitte an:

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Tel.: (030) 227-52360
Fax:  (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.bundestag.de
E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de

Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Das könnte Sie auch interessieren: