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Kauder: Situation der Christen in China verbessert

Berlin (ots) - Auf seiner vierten China-Reise hat sich der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, auch mit der Situation der Christen befasst. Dazu erklärt Kauder:

"Trotz mancher Sorgen hat sich die Situation der Christen in China in den vergangenen Jahren verbessert. Man kann von einer deutlichen Entspannung sprechen, auch wenn die Situation von Region zu Region unterschiedlich ist.

Unsere Gesprächspartner haben uns berichtet, dass sich in China immer mehr Menschen dem Christentum zuwenden. Der Bischof von Kanton, Gan Junqui, hat uns erzählt, dass Woche für Woche mehrere hundert Menschen zu Veranstaltungen kommen, um etwas über die Lehren Christi zu erfahren. Sie stammen vielfach aus der neuen Mittelschicht, die neben dem materiellen Streben auch nach einem tieferen Sinn in ihrem Leben suchen würden.

Nach den Worten des Bischofs können die Kirchen sozial tätig sein - und zwar viel stärker als früher. Ihre Finanzen sind aber knapp. Sie sind auf Unterstützung angewiesen. Aus unserer Sicht könnten sich die Christen aus Europa für ihre Glaubensbrüder und -schwestern in China mehr engagieren.

Die Kirchen in China stehen natürlich nach wie unter Beobachtung der Kirchenämter. Die freie Wahl der Bischöfe ist nicht gewährleistet, was für Christen schwierig ist. Auf der anderen Seite können Christen in China - anders als vielen anderen Ländern - ihre Kirchen bauen. Zum Teil beteiligt sich der Staat sogar finanziell an der Renovierung der Kirchen."

Hintergrund:

Der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder und der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Max Straubinger, hatten sich am Gründonnerstag mit dem Bischof von Kanton, Gan Junqui, getroffen. Zuvor hatte die Delegation in Kanton auch ein evangelisches Priesterseminar besucht und mit deutschen Geistlichen gesprochen.

In China leben nach Schätzungen rund zwölf Millionen Katholiken. Der Protestantismus gilt gegenwärtig als die schnellste wachsende Religionsgemeinschaft in China. Die Schätzungen schwanken zwischen 30 bis 100 Millionen Gläubigen. Die Zahl der Mitglieder der Hauskirchen, die nicht den offiziell zugelassenen Kirchen angehören wollen, ist unbekannt.

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