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Lippold: Bonn muss zum Erfolg für den Klimaschutz werden

    Berlin (ots) - Zur bevorstehenden Weltklimakonferenz in Bonn
erklärt der Stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Klaus Lippold MdB:
    
    Nach dem Fiasko von Den Haag muss der Klimafolgegipfel in Bonn
endlich zum Erfolg für den internationalen Klimaschutz werden. Die
aktuellen Resultate der Klimaforscher und auch die Ergebnisse der
Wissenschaftler der US-Administration zeigen, dass wir uns auf jeden
Fall auf eine globale Erwärmung von ein bis zwei Grad Celsius
einstellen müssen. Das kann dramatische Auswirkungen haben: Weltweite
Überschwemmungen auf der einen Seite, weltweite Dürren auf der
anderen Seite.
    
    Die in Kyoto beschlossenen Maßnahmen können die Reduktion des
dramatischen Anstiegs der weltweiten Treibhausgasemissionen nicht
garantieren. Sie sind aber der Einstieg in den globalen Klimaschutz.
Unabdingbare Voraussetzung ist, dass mit der Umsetzung der
beschlossenen Maßnahmen begonnen wird. Dies erfordert von allen
Teilnehmerstaaten ein entschlossenes, aber auch kompromissbereites
Vorgehen, um die weit auseinanderliegenden Positionen anzunähern.
    
    Europa muss sich mit Ländern wie Japan, Rußland und den USA
einigen.
    
    Gleichermaßen fordere ich Umweltminister Trittin auf, die
Klimaschutzkonferenz in Bonn nicht durch falsche Selbstgerechtigkeit
aufgrund deutscher Erfolge im Klimaschutz zu gefährden. Verlangt sind
Zielstrebigkeit und der Wille zu flexiblen Vorgehen. Die
wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands muss erhalten
bleiben. Verlangt ist  die Einbeziehung der USA und Japans, Beiträge
zur Reduzierung der Treibhausgase zu leisten. Verlangt ist auch die
Einbindung der Schwellenländer in den Gesamtprozess.
    
    Es macht jedoch keinen Sinn, einseitig einem Land wie Japan
Entgegenkommen zu signalisieren und ein Entgegenkommen gegenüber den
USA abzulehnen.
    
    Die USA nehmen unter den Industrienationen eine Schlüsselrolle
ein. Ohne die Bereitschaft der USA, als weltweit größter CO2-Emitent
einen eigenen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu
leisten, können wir den Weg im internationalen Klimaschutz nicht
erfolgreich beschreiten. Deshalb ist die Absage der
Bush-Administration an das Kyoto-Protokoll ein verheerender
Rückschlag für die Klimaschutzpolitik weltweit und eine schwere
Hypothek für die Klima-Fortsetzungskonferenz in Bonn.
    
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