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Widmann-Mauz: Masse statt Klasse - Qualitätsaufweichung bei Ökoprodukten verunsichert Verbraucher und Öko-Betriebe

    Berlin (ots) - Zur angekündigten Einführung eines Ökosiegels
erklärt die Verbraucherschutzbeauftragte der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB:
    
    Das von Bundesministerin Künast vorgestellte einheitliche
Öko-Siegel führt die deutschen Verbraucher in die Irre. Tatsächlich
werden die bisher in Deutschland üblichen Standards für Ökoprodukte
auf den umstrittenen EU-Standard gesenkt. Künftig muss längst nicht
mehr alles "öko" sein, was als "öko" gekennzeichnet ist.
    
    Denn nach der zugrundeliegenden EU-Verordnung führt bereits die
Umstellung von Teilen der konventionellen Produktion z.B. auf
Ökolandbau oder Viehproduktion dazu, dass auf einen Schlag die
gesamte Produktion als "öko" zertifiziert wird, obwohl nur Teile der
Produktion tatsächlich "öko" sind. Die Verbraucher kaufen in gutem
Glauben "Öko" Produkte, obwohl es sich um konventionelle Erzeugnisse
handeln kann. Dies ist staatlich-organisierter Etikettenschwindel und
eine bewußte Irreführung der deutschen Verbraucher.
    
    Statt ausschließlich den hohen deutschen Standard nach der
Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (AGÖL) zugrundezulegen, geht
es Frau Künast wieder einmal um puren Aktionismus - die schnelle
Schlagzeile geht vor Gewissenhaftigkeit. Offenbar sieht die
Bundesverbraucherministerin nur noch auf dem Wege einer Absenkung des
Qualitätsstandards die Möglichkeit, ihr selbstgestecktes Ziel von 20
% Marktanteil von Öko-Produkten zu erreichen.
    
    Das leichtfertige Verhalten von Frau Künast stellt die deutschen
Verbraucher und die Öko-Produzenten vor große Probleme.
    
    - Was soll aus den deutschen Ökobetrieben werden, die bisher im
Vertrauen an die deutschen Standards qualitativ auf höchstem Niveau
produziert haben und diesen Standard auch in Zukunft einhalten
wollen? Sie werden künftig einer Vielzahl ausländischer
Billigimporteure gegenüberstehen, die auf abgesenktem Qualitätsniveau
Ökoprodukte anbieten, die weder den bisherigen deutschen
Qualitätsnormen entsprechen noch nicht einmal mehr "öko" sein müssen.
Zahlreiche Betriebe werden die Produktion umstellen oder schließen
müssen.
    
    - Wie will Frau Künast sicherstellen, dass die an deutsche
Öko-Standards gewohnten Verbraucher nicht verunsichert werden, wenn
künftig Produkte als "Öko" angepriesen werden, die aus
konventioneller Produktion stammen können?
    
    Mit der Absenkung der Standards auf EU-Niveau hat Frau Künast
Verbrauchern und Ökobetrieben einen Bärendienst erwiesen. Ihre
Ankündigung, sich bis 2003 auf eine Übernahme der deutschen Standards
durch die EU einzusetzen, ist weiße Salbe - ernsthaft glaubt daran
kein Experte.
    
    Anstatt gründlich und gewissenhaft die Probleme anzugehen, hat
Frau Künast ihren unzähligen Pirouetten eine neue hinzugefügt - zum
Schaden der Verbraucher.
    
    
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