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Weiß/Zylajew: Pflege benötigt attraktivere Rahmenbedingungen

Berlin (ots) - Anlässlich der Pflegefachtagung am 04.10.2010 erklären der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Peter Weiß und der stellvertretende Vorsitzende Willi Zylajew:

"Im Rahmen der Fachkonferenz der CDU/CSU Bundestagfraktion "Pflege - Wo ist politisches Handeln gefragt?" diskutierten der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe Peter Weiß und der stellvertretende Vorsitzende Willi Zylajew mit kompetenten Referenten, Experten und Pflegefachkräften über die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und über die Attraktivität des Pflegeberufs. Dabei wurde deutlich, dass die deutsche Pflegeversicherung eine hervorragende Grundlage für eine menschenwürdige, bezahlbare Pflege bietet.

Dass die Finanzierung der Pflegeversicherung überarbeitet werden müsse, wurde gleich zu Beginn der Konferenz unterstrichen. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder betonte die Notwendigkeit eines ergänzenden Kapitalstockes. Insbesondere der jungen Generation, für die die Beiträge zur Pflege auf Dauer akzeptabel bleiben müssten, sei man dies schuldig. Gleichzeitig versicherte Kauder, dass die solidarische Finanzierung beibehalten bleibt.

Ein besonders stark diskutierter Punkt waren die Arbeitsbedingungen und der Fachkräftebedarf, zu dem der Parlamentarische Staatssekretär Ralf Brauksiepe Stellung bezog. Der Bremer Pflegeforscher Stefan Görres sprach von einem zusätzlichen Bedarf an Pflegekräften im Jahr 2050 zwischen 1,35 und 2,1 Millionen. Deshalb seien deutliche Anstrengungen erforderlich, um die Attraktivität des Berufsfeldes zu steigern. Dieser Meinung schloss sich auch Peter Bechtel, Vorsitzender des Verbandes Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen e.V. (BALK) an. Es müsse gemeinsam mit der Politik nach entsprechenden Konzepten gesucht werden, um die Qualität der professionellen Pflege zu steigern. Aber auch die Arbeitgeber in der Pflegebranche seien gefordert, ihren entsprechenden Beitrag zu leisten, so die Aussage von Manfred Maaß, Geschäftsführer eines Pflegezentrums.

Wie Familie und Beruf vereinbart werden könne, zeigte Familienministerin Schröder mit ihrem Modell einer Familienpflegezeit auf. Arbeitnehmer hätten dadurch mehr Zeit für die Pflege ihrer Angehörigen ohne massive Gehaltseinbußen. Das Modell sei zwar keine "Allround-Lösung", könne aber für viele Betroffene eine wichtige Hilfe sein, so Schröder. Der Arbeitsdirektor der Georgsmarienhütte GmbH, Prof. Felix Osterheider, berichtete von seinen positiven Erfahrungen bei der modellhaften Einführung der Familienpflegezeit. Nicht außer Acht lassen dürfe man das attraktivitätssteigernde Moment für Arbeitgeber im Wettbewerb um die Facharbeiter. Daran anknüpfend betonte Stefanie Drozdzynski, Beraterin im Bereich Beruf und Pflege, dass in den Führungseben Sensibilität für das Thema Angehörigenpflege geschaffen werde müsse.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz stellte Handlungsfelder vor, die vom Gesundheitsministerium in Angriff genommen werden. Der Sicherung des Bedarfs an Pflegekräften werde großes Gewicht beigemessen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe und Berichterstatter für den Bereich Pflege, Willi Zylajew, betonte, dass die Politik die Anregungen aus der Debatte in die parlamentarischen Beratungen mitnehmen werden. Diskussionen mit der Basis seinen unendlich wichtig, die Rahmenbedingungen zu optimieren, so Zylajew. Gleichzeitig appellierte er an Leitungskräfte und Beschäftigten in der Pflege, die gesamtgesellschaftliche Bedeutung und wichtige Arbeit der Pflegebranche an die Öffentlichkeit zu tragen, damit die Pflege endlich positiv wahrgenommen werde.

Peter Weiß, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe, unterstrich, die enorme physisch wie psychisch zu leistende Arbeit der Pflegekräfte gelte es mit gesellschaftlicher Anerkennung und angemessenen Arbeitsbedingungen zu honorieren. Er setze weiterhin auf den Austausch zwischen Politik, Unternehmen und Arbeitern. Nur so könnten Verbesserungen im System erreicht werden."

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