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Kauder: Ganz Asien als Chance begreifen

Berlin (ots) - Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder besucht in dieser Woche Südostasien. Erste Station seiner Reise war Indonesien. Dazu erklärt Kauder:

"Deutschland sollte sich in Asien nicht nur auf China, Indien und Japan konzentrieren. Dafür soll mit der Reise ein Zeichen gesetzt werden. Gerade Indonesien kann in den nächsten Jahrzehnten ein noch wichtigerer Partner für uns werden. Dies habe ich am Mittwoch auch in meinem Gespräch mit dem indonesischen Präsidenten Yudhoyono deutlich gemacht. Präsident Yudhoyono hat mir seinerseits versichert, dass auch Indonesien den Wunsch nach engeren Beziehungen zu Deutschland hat.

Mit seinen rund 240 Millionen Bürgern wird die politische Bedeutung des Landes in Zukunft steigen. Ausweis ist, dass Indonesien bereits Mitglied in der Gruppe der 20 (G20) ist, die die großen Volkswirtschaften der Welt vereint. Außerdem ist es für unsere Wirtschaft ein Markt der Zukunft. Trotz der tiefen weltweiten Wirtschaftskrise wuchs die indonesische Wirtschaft im vergangenen Jahr noch um rund 4,5 Prozent. Wir sollten uns bemühen, alte Brücken zu Indonesien wieder neu aufzubauen - etwa durch die vermehrte Ausbildung indonesischer Studenten in Deutschland.

Deutschland und Indonesien verbindet eine Grundübereinstimmung in der Anerkennung von Demokratie und Menschenrechten. Indonesien als größtes muslimisches Land der Welt ist ein Ort der Toleranz. Im Gegensatz zu anderen Staaten mit einer mehrheitlich muslimisch geprägten Bevölkerung haben in Indonesien auch Christen, Hindus und Buddhisten eine Heimat. Dies haben mir Vertreter der christlichen Kirchen, mit denen ich mich auch auf dieser Reise getroffen habe, bei allen Schwierigkeiten im Alltag bestätigt. Allerdings habe ich auch gehört, dass islamistische Kräfte auch in Indonesien an Einfluss gewinnen. Ich habe die indonesische Regierung ermuntert, den Kurs der religiösen Toleranz weiter zu verfolgen. Präsident Yudhoyono hat versichert, dass sein Land gegen radikale islamische Tendenzen vorgehen werde. Indonesien ist nach meinen Eindrücken insgesamt ein positives Beispiel für den Umgang mit Minderheiten und Vorbild für andere Länder, wo Christen bedrängt oder gar verfolgt werden. Es ist schon eine Frage der politischen Führung, wie sich ein Land entwickelt - auch ob es den Boden für Fundamentalismus bereitet oder nicht.

Ich bin sehr erfreut, wie groß das Interesse Indonesiens an einem Austausch und an einer engen Partnerschaft mit Deutschland ist. Präsident Yudhoyono hat seine Einladung an Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Besuch Indonesiens noch einmal bekräftigt."

Hintergrund:

Kauder wird auf seiner Reise vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Andreas Schockenhoff und dem außenpolitischen Sprecher der Fraktion Philipp Mißfelder begleitet. Weitere Stationen der Reise sind Malaysia und Singapur. Kauder hatte in der Vergangenheit bereits China, Indien, Japan und Südkorea besucht, um sich ein Bild von der Dynamik Asiens zu verschaffen.

In Indonesien wurde der Fraktionsvorsitzende an diesem Mittwoch zu einem 45-minütigen Gespräch von Präsident Yudhoyono empfangen. Dieses Treffen stand zunächst nicht auf der Tagesordnung. Weitere Gesprächspartner waren Vize-Präsident Boediono, der Gouverneur der Provinz Yogyakarta Sultan Hamengku Buwono und mehrere Richter des Verfassungsgerichts. Das G20-Mitglied Indonesien hat bei den Klimaverhandlungen auf Bali im vergangenen Jahr eine Vorreiterrolle übernommen und eine starke Reduzierung seiner Treibhausgas-Emissionen angekündigt.

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