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Kansy: Wohnungsbau im Sinkflug

    Berlin (ots) - Zu den Halbjahreszahlen der Baugenehmigungen im Wohnungsbau erklärt der wohnungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Dietmar Kansy MdB:

    Es scheint, dass Bundesminister Klimmt die Quittung für seine Wohnungsbau-Verhinderungspolitik schneller vom Markt bekommt, als Prognosen um die letzte Jahreswende noch erwarten ließen. Grund: Die jetzt vorliegenden Baugenehmigungs-Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das 1. Halbjahr (noch ohne Hamburg, das für dieses Jahr noch überhaupt keine Angaben geliefert hat) bestätigen nicht nur den anhaltenden dramatischen Rückgang in den neuen Ländern, sondern signalisieren auch für Westdeutschland,

    - dass der Miet-Wohnungsbau trotz erheblicher Markt-Anpassungstendenzen im letzten Jahr bei weitem noch nicht seine Talsohle erreicht hat (Minus 20% im Vergleich zum 1. Halbjahr. 1999, Hamburg herausgerechnet).

    Setzt sich dieser Trend im 2. Halbjahr. fort, könnten in Westdeutschland erstmals seit 1989 die Genehmigungen (einschl. Eigentumswohnungen) sogar unter die 100.000 Marge fallen, nach einem Rekordniveau von 320.000 Wohnungen in 1994;

    - dass erstmals auch der Ein- und Zweifamilienhausbau vom Abwärtstrend mit erfasst wurde (Minus 7%).

    Klimmts Negativ-Bilanz bedeutet: Über 30.000 Wohnungen werden in Deutschland allein auf Grund des Genehmigungsrückganges im 1. Halbjahr. weniger gebaut werden, das sind 12% weniger im früheren Bundesgebiet und knapp 24% weniger in den neuen Ländern (einschließlich Berlin-Ost).

    Wie befürchtet fiel der Abwärtstrend in den neuen Ländern noch gravierender aus - mit Minus 19% bei Ein- und Zweifamilienhausbau-Genehmigungen und Minus 27% im Mehrgeschossbau.

    Dass letztes Jahr der Einfamilienhausbau noch ein leichtes Plus
registrierte, war weitgehend auf Vorzieheffekte, ausgelöst durch die
Ankündigung eines weiteren Abbaus der Eigenheimzulagenförderung,
zurückzuführen. Verfestigt sich der Negativ-Trend des 1. Halbjahr. im
weiteren Jahresverlauf, fällt auch noch der letzte
Baukonjunktur-Motor aus. Eichel/Klimmt sind nicht nur beim
Mietwohnungsbau, sondern auch beim Eigenheimbau zum "Fallensteller"
geworden.
    
    Mittlerweile scheinen selbst die Berliner Koalitionsfraktionen
ihren "Superminister" für Verkehrs- und nun auch Wohnungsbau-Stau
nicht mehr sonderlich ernst zu nehmen. Klimmts Mietenbericht 2000 war
ihnen selbst 5 Monate nach Zuleitung noch keine Bundestagsdebatte
wert, seinen 332 Seiten umfangreichen Raumordnungsbericht 2000 nicht
einmal eine Presseerklärung.
    
    
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