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Hüppe: Bundesregierung verschläft Love Parade

    Berlin (ots) - Anläßlich der Love Parade am 8. Juli 2000 in Berlin und angesichts fehlender Präventionsmaßnahmen der Bundesregierung gegen Ecstasy erklärt der Drogenpolitische Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hubert Hüppe MdB:          1,5 Millionen Raver werden am kommenden Samstag zur Love Parade in Berlin erwartet, und sie können sicher sein, von Aufklärungsmaßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unbehelligt zu bleiben.

    Nach Auskunft der BZgA liegt nämlich kein aktuelles Flugblatt vor,
mit dem die jugendlichen Teilnehmer vor den jetzt bekanntgewordenen
dramatischen Schäden des Ecstasykonsums gewarnt werden können.
    
    Das ist umso erstaunlicher, als bereits seit dem letzten Jahr dem
Bundesgesundheitsministerium und auch der Drogenbeauftragten der
Bundesregierung, Christa Nickels, die Hamburger Ecstasy-Studie
vorlag, deren erschreckende Ergebnisse erst letzte Woche über die
Presse an die Öffentlichkeit gelangten.
    
    Auf der Love Parade wird erfahrungsgemäß in hohem Umfang Ecstasy
gedealt und konsumiert. Außerdem wären hier Hunderttausende
potentieller Ecstasykonsumenten, die man nicht erst lange suchen
müßte, direkt erreichbar für gesundheitliche Aufklärung und Warnung
vor den gefährlichen Folgen des Ecstasy-Konsums.
    
    Während die grüne Bundesgesundheitsministerin Fischer kürzlich die
extreme Gefährlichkeit von Ecstasy eingestand, versucht sich die
Drogenbeauftragte Christa Nickels, ebenfalls Bündnis 90/Grüne, in
Schadensbegrenzung, indem sie die Ergebnisse der Studie verniedlicht.
    
    Die Hamburger Studie dokumentiert derart gravierende
Gesundheitsschäden nach Ecstasy-Konsum, dass die Bundesregierung
unverzüglich massive Warnungen hätte veröffentlichen müssen, zumal
der Konsumentenkreis von derzeit etwa 500 000 Personen immer noch
zunimmt.
    
    Das Herunterspielen des gesundheitlichen Schädigungspotentials von
Ecstasy ist auch deshalb unverständlich, da gerade grüne Politiker
etwa im Lebensmittelbereich bereits bei Verdacht einer
Gesundheitsgefährdung zu Recht Warnhinweise fordern.
    
    Irritierend ist auch der Verweis von Christa Nickels auf das
Urteil des Bundesverfassungsgericht 1994 zu Cannabis im Bezug auf die
Gefahr des Abdrängens in die harte Drogenszene. Möglicherweise hält
sich hier die Auffassung des Gesetzesantrages der Grünen aus der
letzten Legislaturperiode, der Ecstasy als "weiche" Droge
bezeichnete.
    
    Dagegen bestehen die Signale der Grünen seit Jahren
unverbesserlich in Forderungen nach dem ineffektiven und daher den
Konsumenten in trügerischer Sicherheit wiegenden "Drug-checking".
    
    Solche gestrigen Vorschläge lassen bezweifeln, ob die medizinische
Forschung der letzten Jahre oder die aktuellen Tendenzen im
Drogenbereich vom rot-grünen Lager überhaupt registriert worden sind;
sie lassen aber auch verstehen, weshalb die Bundesregierung nicht in
der Lage sein will, angemessen auf die dramatischen Ecstasygefahren
bei der Love Parade zu reagieren.
    
    Begrüßenswert ist dagegen, dass wenigstens der Berliner Senat mit
einem eigenen Drogennotdienst und einer 24-Stunden-Drogenhotline auf
der Love Parade Gesundheitsvorsorge getroffen hat.
    
    
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