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Hüppe: Automatismus von Förderschule in Werkstatt für behinderte Menschen entgegenwirken

    Berlin (ots) - Anlässlich der Veröffentlichung des Forschungsberichts "Entwicklung der Zugangszahlen zu Werkstätten für behinderte Menschen" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:

    Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit einer sogenannten "geistigen" Behinderung erhalten nur selten alternative Teilhabemöglichkeiten zur Werkstatt für behinderte Menschen. Dies ergibt ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegebener Forschungsbericht der Gesellschaft für Integration, Sozialforschung und Betriebspädagogik gGmbH in Berlin.

    Der Forschungsbericht belegt enge Kooperationen zwischen Förderschulen und Werkstätten. Schüler mit dem Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" absolvierten ein Praktikum meist in Werkstätten. Kooperationsbeziehungen zwischen Schulen und Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes bestehen nach dem Bericht nur in sehr seltenen Fällen.

    Dem Automatismus von der Förderschule in die Werkstatt für behinderte Menschen muss entgegengewirkt werden. Die im Forschungsbericht dargestellten Berufswegekonferenzen in Baden-Württemberg oder der Einsatz von Lehrkräften in Nordrhein-Westfalen, die den Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen, zeigen mögliche Wege auf. Diese Wege müssen verstärkt und flächendeckend beschritten werden. Ebenfalls wichtig ist ein Förderrahmen, der Schulabgängerinnen und Schulabgängern echte Alternativen zu einer Werkstatt für behinderte Menschen bietet. Der Bundesgesetzgeber wird mit dem neuen Fördertatbestand "Unterstützte Beschäftigung" ein Instrument einführen, das vor allem für leistungsstärkere Schulabgängerinnen und Schulabgänger von Förderschulen diese Alternative darstellen kann. Es ist darüber hinaus notwendig, leistungsschwächeren Schulabgängerinnen und Schulabgängern mehr Teilhabemöglichkeiten in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes zu eröffnen.

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