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Börnsen: 13. August - Mauertag und Mahnung, DDR-Geschichte nicht zu vergessen

    Berlin (ots) - Anlässlich des 47. Jahrestags des Mauerbaus am 13. August 1961 erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Börnsen (Bönstrup) MdB:

    Der 13. August gemahnt uns daran, die Erinnerung an die Berliner Mauer, an die SED-Diktatur und die widernatürliche Deutsche Teilung wachzuhalten. Die Voraussetzungen dafür hat die Bundesregierung mit der Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes geschaffen und frühere Konzeptionen weiterentwickelt.

    Dazu gehören u.a. die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, die Erinnerungsstätte Notaufnahme Marienfelde, die Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn, das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth, der Tränenpalast an der Friedrichstraße mit der Dauerausstellung "Teilung und Grenze im Alltag der Deutschen", das Mauermahnmal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Deutschen Bundestag, das Projekt "Todesopfer an der Berliner Mauer, 1961-1989" und der neue U-Bahnhof Brandenburger Tor (Ort der Information).

    Einen besonderen Stellenwert in der Erinnerungslandschaft wird das vom Deutschen Bundestag beschlossene Freiheits- und Einheitsdenkmal auf der Berliner Schlossfreiheit einnehmen. Es setzt den 13. August in einen Gesamtrahmen, der durch die Erinnerung an den 17. Juni 1953 und den Widerstand der DDR-Bürger in Leipzig und anderen Orten vor der Wende 1989 gebildet wird.

    Es ist einer der zentralen Ansätze der Gedenkstättenausrichtung, an die Berliner Mauer und die gesamte innerdeutsche Grenze von Hof bis Lübeck zu erinnern. Der Bund wird mit diesem Engagement seiner Verantwortung in vorbildlicher Weise gerecht. Er gibt für die Realisierung der Gedenkstättenkonzeption insgesamt 35 Millionen Euro aus. Der zentrale Stellenwert, den die Konzeption den Opfern von Mauer und Stacheldraht im SED-Unrechtsregime beimisst, ist angemessen und verdienstvoll.

    Unabhängig von der Konzeption bleibt der Zustand besorgniserregend, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland keine Kenntnisse mehr über das SED-Unrechtsregime und seine perfiden Methoden des Machterhalts haben. Es besteht akuter Handlungsbedarf für eine konzertierte Aktion der Länder, eventuell unter Koordinierung des Bundes, für eine bessere historisch-politische Bildung. Der jüngste Appell in diese Richtung durch Bundespräsident Prof. Horst Köhler ist sehr zu begrüßen. Ein zeitgeschichtlicher Gipfel zur DDR unter Einbeziehung der Bundeszentrale für politische Bildung und anderer kompetenter Institutionen wie Organisationen wäre mehr als gerechtfertigt.

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