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Böhmer: Schröder führt Deutschland in die bildungspolitische Wüste

Berlin (ots) - Zum Vorschlag des Bundeskanzlers Gerhard Schröder, eine "Greencard" mit befristeter Aufenthaltserlaubnis für ausländische Computerspezialisten aus Nicht-EU-Ländern einzuführen, erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Böhmer MdB: In Deutschland werden qualifizierte Software- und Computerspezialisten gesucht. Auf die Nachfrage an Spitzenkräften antwortet Bundeskanzler Schröder mit der Einführung einer "Greencard" für ausländische IT-Fachleute. Die "Green Card" für Nicht-EU-Bürger soll drei Jahre gelten und um zwei Jahre verlängerbar sein. Zunächst sollen 10.000 "Green-Cards" vergeben werden. Andere Konzepte sucht man vergebens. Dies offenbart die Hilflosigkeit dieser Regierung! Der Vorschlag von Bundeskanzler Schröder ist nicht durchdacht. Fraglich ist, was nach den drei bzw. fünf Jahren mit den IT-Experten geschehen soll? Die Fachkräfte kommen nach Deutschland mit hohen Erwartungen. Sie kommen nicht als "Entwicklungshelfer", sondern wollen am High-Tech-Standort Deutschland erfolgreich arbeiten. Wer glaubt, dass die IT-Experten daher nach Ablauf der "Green-Card" wieder zurückkehren, irrt. Gehen sie doch, sei es freiwillig oder gezwungener Maßen, ist abzusehen: Erfahrene Fachkräfte mit Know-How aus Deutschland heuern in anderen Ländern an. Geht der indische Computerexperte in seine Heimat zurück, kann er dort die wirtschaftlich günstigeren Arbeitsbedingungen nutzen. Mit der "Green-Card" Regelung schaffen wir uns weitere Konkurrenz für die heimische IT-Branche. Ist dies im Interesse der deutschen Wirtschaft? Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit spricht von 32.000 arbeitslosen Fachkräften. Bevor wir uns im Ausland nach Fachkräften umschauen und 10.000 "Green-Cards" vergeben, müssen wir die Kapazitäten des heimischen Marktes zur Gänze ausschöpfen. Etwas anderes ist qualifizierten Arbeitssuchenden und der Bevölkerung nicht zu erklären. Dies belegt auch eine FORSA-Umfrage: Danach sind 56 % der Deutschen gegen die "Green Card". Der Rohstoff Intelligenz ist in Deutschland in hohem Maße vorhanden. Wir müssen ihn hier entwickeln, fördern und veredeln. Wer Intelligenz jedoch einkauft, statt zu fördern, verweigert jungen Menschen ihre Zukunft, verhindert Zukunft für Deutschland. Bundeskanzler Schröder ist daher alles andere als auf dem Weg in die richtige Richtung. Der von Schröder eingeschlagene Weg führt Deutschland vielmehr in die bildungspolitische Wüste. ots Originaltext: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Pressestelle Tel.: (030) 227-52360 Fax: (030) 227-56660 Internet: http://www.cducsu.bundestag.de E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

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