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Brähmig: Internet kein Allheilmittel für Deutschlandurlaub - Reisebüros bleiben unverzichtbar

Berlin (ots) - Zur Diskussion über die Chancen und Risiken der Internet-Vermarktung auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB: Das Internet ist mit seinen vielfältigen Möglichkeiten ein wichtiger neuer Vertriebsweg, der in Zukunft rasch an Bedeutung gewinnen wird. Im Deutschland-Tourismus kann das Internet vor allem als Chance zur Ansprache neuer Zielgruppen mit sehr großer Breitenwirkung genutzt werden, ist aber auch ein hervorragendes Instrument zur Vorbereitung des Verkaufs, zur Marktforschung, zur interaktiven Kommunikation mit dem potenziellen Kunden sowie zur Fortbildung und Rationalisierung. Es ist jedoch kein Allheilmittel für strukturelle Defizite wie etwa der Zersplitterung der Marketingaktivitäten der deutschen Leistungsanbieter. Es ist auch kein Ersatz für den dringend notwendigen Neuzuschnitt der touristischen Landkarte Deutschlands, die sich nicht mehr nur an Grenzen von Landkreisen und Bundesländern orientieren darf. Dabei wird das Internet aber hoffentlich den Verantwortlichen zeigen, wie wichtig dieser Neuzuschnitt ist, da z.B. künstlich aufgebaute "Landes-Dachmarken" hier von potenziellen Reisenden nicht mehr nachgefragt bzw. wahrgenommen werden. Für die klein- und mittelständisch geprägte Hotellerie kann das Internet eine Verschärfung ihrer Probleme bedeuten, wenn sie nicht eine professionelle Internetstrategie entwickeln und Kooperationen anstreben. Dazu sollten auch produkt- und branchenübergreifende Allianzen mit Medienpartnern gehören. Auch wenn das Internet für Reisekunden immer interessanter wird, gilt dies im Moment noch in erster Linie für die Informationsbeschaffung über Reiseziele und -möglichkeiten, während auf absehbare Zeit der Anteil der hier direkt getätigten konkreten Buchungen von Reiseangeboten trotz stetigem Wachstum begrenzt sein dürfte und langfristig wohl kaum mehr als 20% erreichen wird. Der Direktvertrieb von relativ unkomplizierten Reisen wie etwa "last minute"-Angeboten im Internet oder durch Call Center wird sicher zunehmen, vor allem wenn die Kunden die angebotenen Zahlungswege als einfach und sicher beurteilen. Insbesondere bei komplexen Produkten gibt es aber einfach einen Beratungsbedarf, ist die Möglichkeit spezieller Fragen und ein persönliches Gespräch wichtig. Geräte können im Verkauf nicht umfassend ein so emotionales Produkt wie eine Urlaubsreise abwickeln. Und der Beratungsbedarf nimmt angesichts von immer mehr individuell kombinierbaren Bausteinen zur Abdeckung der immer individuelleren Kundenwünsche eher zu als ab. Für diese Aufgabe sind Reisebüros auch in Zukunft unverzichtbar. Dabei können und sollten Reisebüros selbst das Internet verstärkt zum Kundenkontakt nutzen, d.h. über ihre Beratungsleistungen und beispielsweise Spezialkenntnissse über bestimmte Zielgebiete oder Reiseformen informieren und unterstützend bei der Abwicklung von Reiseinformationen und -buchungen einsetzen. Es wäre beim Verkauf von Deutschlandurlaub aber wünschenswert, dass hier die Initiative nicht nur von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), den Tourismusdestinationen und einigen Reiseveranstaltern ausgeht, sondern gleichberechtigt auch von den Reisemittlern angestrebt wird, die das große Potenzial von Urlaub und Reisen in Deutschland noch lange nicht erkannt haben. Außerdem müssen sich Reisebüros auch mehr auf die Bedürfnisse der Kunden konzentrieren und mehr Service sowie eine positivere Atmosphäre schaffen. Dass dem Kunden z.B. einmal ein Kaffee oder ein Glas Sekt angeboten wird, ist zwar im Einzelhandel oder sogar beim Friseur nichts Neues, hat man aber von Reisebüros noch nicht gehört. ots Originaltext: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Pressestelle Tel.: (030) 227-52360 Fax: (030) 227-56660 Internet: http://www.cducsu.bundestag.de E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

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