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Singhammer/Möllring: Lohngefälle zwischen Frauen und Männern beseitigen

    Berlin (ots) - Zur Umsetzung der Forderungen des Antrags "Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt stärken" durch die Bundesregierung erklärt der familien- und frauenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Johannes Singhammer MdB, und die zuständige Berichterstatterin, Dr. Eva Möllring MdB:

    Endlich werden erste Schritte erkennbar, um die gravierenden Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern zu bekämpfen! Der rechtlichen Gleichstellung von Frauen im Berufsleben muss die tatsächliche Gleichstellung bei Entgelt und Aufstiegschancen folgen.

    Die Einführung des Elterngeldes und die Finanzierung von Kinderbetreuungsangeboten für kleine Kinder sind wichtige Instrumente für junge Mütter und Väter, um schnell wieder die berufliche Tätigkeit aufzunehmen und mit der Familie in Einklang zu bringen. Die Generation der jungen Eltern wird deshalb im Lebensverlauf deutlich bessere Einkommensperspektiven realisieren können.

    Jetzt kommt es darauf an, die Mütter und Väter in den Blick zu nehmen, die mitten im Beruf stehen und gleichzeitig die Familie managen. Ihre Kenntnisse und Leistungen müssen noch intensiver genutzt werden. Der deutschen Wirtschaft entstehen durch den Mangel an Fachkräften schon heute Verluste in Höhe von 18,5 Milliarden Euro. Zu viele Frauen bleiben beim beruflichen Aufstieg noch auf einer unteren Ebene stehen, obwohl sie qualifiziert und kompetent sind. Alle Unternehmen sollten deshalb - auch im eigenen Interesse - Frauen den Weg in höhere Positionen durch interne Vorgaben, Zielkorridore, Mentoring, Coaching und Berichtspflichten der Vorgesetzten noch klarer aufzeigen. Viele deutsche Betriebe erzielen mit diesen Instrumenten schon heute sichtbare Erfolge.

    Die Transparenz der Gehälter ist eine unverzichtbare Maßnahme, um die Schere zwischen Frauen und Männern zu schließen. Besonders hochqualifizierte Frauen, die ihre Gehälter und Zulagen individuell aushandeln, verdienen gravierend weniger als ihre männlichen Konkurrenten. Deshalb begrüßen wir die Sonderauswertung der neuen Verdienststrukturerbung durch das Statistische Bundesamt, um künftig die Ursachen für das Lohngefälle detailliert festzustellen. Auch die Tarifparteien sind gefordert, die Transparenz von Gehältern und Zulagen herzustellen.

    Die Reform des Vergaberechts ist eine wichtige Maßnahme zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit. Der vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf sieht vor, dass öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden, die den Grundsatz der Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen gewährleisten. Als Kontrollinstrument zur unternehmensinternen Prüfung der Lohnpolitik kann der Schweizer Lohntest Logib eingesetzt werden. Diesen Vorschlag hatte unsere Fraktion in dem Antrag gemacht, der im Januar 2008 beschlossen worden war.

    Frauen sind ehrgeizig und setzen sich für ihren Beruf in hohem Maße ein. Die mentale Umstellung von Betrieben und Unternehmen ist der Dreh- und Angelpunkt für die Beseitigung von intransparenten Lohngefällen. Deshalb begrüßen wir die Initiative des Ministeriums, mit den Tarifparteien in einem Workshop einen gemeinsamen Maßnahmekatalog zu erarbeiten.

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