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Steinbach/Granold: Hartes Durchgreifen gegen Menschenhandel nötig

    Berlin (ots) - Anlässlich mehrerer Razzien der Polizei gegen Menschenhändler in Norddeutschland erklären die Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Erika Steinbach MdB sowie die zuständige Berichterstatterin im Ausschuss für Menschenrechte, Ute Granold MdB:

    Die Durchsuchung von mehreren Wohnungen und Bordellen wegen Verdachts auf Menschenhandel in Norddeutschland ist zu begrüßen. Ein Rechtsstaat wie Deutschland darf der gewerbsmäßigen Schleusung und sexuellen Ausbeutung von Frauen nicht tatenlos zusehen.

    Die Opfer werden unter Ausnutzung ihrer Hilflosigkeit und ihrer Zwangslage mit Gewalt und Drohungen zu sexuellen Diensten gezwungen. Die Tatsache, dass bei der Razzia auch Schusswaffen gefunden wurden, zeigt, wie groß die kriminelle Energie im Milieu von Zwangsprostitution und Menschenhandel ist.

    Menschenhandel ist die am schnellsten wachsende Branche überhaupt in der Welt, Deutschland eines der beliebtesten Zielländer. Die Internationale Organisation für Migration schätzt, dass jährlich bis zu 500.000 Frauen und Kinder aus Mittel- und Osteuropa nach Westeuropa gebracht werden, um sie hier auszubeuten.

    Es gilt aber nicht nur, den Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung zu bekämpfen. Da auch der Menschenhandel zur Ausbeutung der Arbeitskraft rasant zunimmt, muss dagegen ebenfalls entschlossen vorgegangen werden.

    Mit der Erweiterung des Schengen-Raumes Anfang des Jahres hat der Menschenhandel weiter an Bedeutung gewonnen. Umso mehr gilt es jetzt, dem Problem verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken und es entschlossen zu bekämpfen.

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