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Bleser/Klöckner/Zöller: Deutsche Weinkultur in Gefahr

    Berlin (ots) - Zum heute vorgelegten Vorschlag der Kommission zur Reform der Weinmarktordnung, erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Peter Bleser MdB, sowie die Verbraucherschutzbeauftragte, Julia Klöckner MdB und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Zöller MdB:

    Leider hat der heute vorgelegte Vorschlag einer Reform der EU-Weinmarktordnung unsere Befürchtungen bestätigt. Das Papier ist nicht dazu geeignet, eine für die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Weinerzeugung zielführende Diskussion zu führen.

    Wir unterstützen Bundesminister Seehofer in seiner ablehnenden Haltung. Nötig ist ein umfassender Diskussionsprozess zu den Zielen und Inhalten der Reform. Eine überstürzte Behandlung und Verabschiedung des Kommissionspapiers wäre absolut kontraproduktiv und missachtet in grober Weise die Meinung des EU-Parlamentes. Dieses hat sich eindeutig positioniert, z.B. gegen das Verbot von Saccharose.

    Insbesondere für die deutschen Winzer bedeuten die Vorschläge eine deutliche Schlechterstellung gegenüber der heutigen Situation. Die Überschüsse und damit der Bedarf für kostenintensive Destillationsmaßnahmen werden nicht bei uns verursacht, sondern in den südlichen Mitgliedsländern der EU. Dies muss sich in den Reformvorschlägen auch widerspiegeln.

    Außerdem wäre es doch ein Treppenwitz, wenn mit der Saccharoseanreicherung eine Maßnahme innerhalb der EU verboten würde, die aufgrund des bilateralen Abkommens für amerikanische Weine weiter erlaubt bliebe und diese in der EU auch noch vermarktet werden könnten. So sieht eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit für deutsche Weine nun wirklich nicht aus.

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