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EMI und Bertelsmann beenden Gespräche

    London/Gütersloh (ots) - Die britische EMI Group plc und die Bertelsmann AG sind nach einer Sondierungsphase zu dem Ergebnis gekommen, die Gespräche über eine Zusammenführung ihrer Musikgeschäfte nicht fortzusetzen. Die kartellrechtlichen Anforderungen aus Brüssel und Washington für eine Fusion EMI/Bertelsmann Music Group (BMG) ließen nach übereinstimmender Einschätzung beider Unternehmen einen komplizierten und langwierigen Prüf- und Genehmigungsprozess erwarten. Auch zeichneten sich hohe Auflagen ab, die die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens vermutlich in Frage gestellt hätten.

    "Unsere Firmen werden nun ihren jeweils eigenen Weg weitergehen", erklärte der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Middelhoff. "Mit der Talentschmiede BMG und unserem modernen Vertriebskonzept sind wir im Musikgeschäft in jedem Fall hervorragend aufgestellt."

    Bertelsmann hat seine Position im Musikbereich in den vergangenen Monaten maßgeblich verbessert:  Die Bertelsmann Music Group, die über 200 Label mit Superstars wie Christina Aguilera, Whitney Houston und Santana vereint, ist mit einem neuen Management und einer zukunftsfähigen Struktur bestens gerüstet. Im direkten Musikvertrieb ist Bertelsmann mit seiner neu geschaffenen Unternehmenseinheit BeMusic - bestehend aus dem führenden Online-Musikhändler CDNow und dem weltweit größten Musikclub BMG Music Service - bereits heute global die Nummer eins. Im digitalen Musikvertrieb hat Bertelsmann die Rolle des Schrittmachers übernommen: Sowohl die gemeinsam mit AOL Time Warner, EMI und RealNetworks gegründete Online-Plattform MusicNet als auch die Unterstützung für Napster bei der Erarbeitung eines legalen Geschäftsmodells sichern dem Unternehmen eine Vielzahl neuer Vertriebswege. Die Kunden erhalten die Musik, die sie wünschen - wann, woher und wie sie wollen.

    Middelhoff: "Die Musikindustrie ist kräftig in Bewegung geraten. Sie entwickelt endlich digitale Angebote, die benutzerfreundlich, komfortabel, schnell und mobil sind. In diesen stürmischen Zeiten ist die Kernkompetenz von Musikfirmen wie der Bertelsmann Music Group besonders gefragt: Die kreative Arbeit mit Künstlern, die Entwicklung neuer Talente und gute Promotion. Für die BMG werden sich mit Sicherheit neue Kooperations-möglichkeiten ergeben."


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