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"Atomarer Rückbau": "planet e." im ZDF über "neuen Stress mit alten Kernkraftwerken"

Das Atomkraftwerk Philippsburg in Baden-Württemberg. Block 2 geht spätestens 2019 vom Netz. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/Daniel Meinl"

Mainz (ots) - Fünf Jahre nach dem Beschluss des Deutschen Bundestags zum Atommausstieg ist klar: Nach und nach müssen die insgesamt 27 deutschen Atomkraftwerke zurückgebaut und entsorgt werden - was neue Umweltprobleme aufwirft. Die "planet e."-Dokumentation "Atomarer Rückbau" greift am Sonntag, 3. Juli 2016, 16.30 Uhr, im ZDF den "neuen Stress mit alten Kernkraftwerken" auf.

Beim Abriss der Atomkraftwerke werden Millionen Tonnen Beton und Stahl zu Müll - doch was ist mit der nuklearen Strahlung? Nur etwa ein Prozent der Gesamtmasse der AKW sollen als radioaktiver Abfall endgelagert werden. Der Großteil wird dekontaminiert, also von der Strahlung gereinigt. Dann gelten die AKW-Überreste als gewöhnlicher Müll und landen auf Deponien oder sogar im Recyclingkreislauf. Das ist deutlich günstiger als die Entsorgung in Zwischen- und Endlagern.

Doch Strahlenexperten und Mediziner warnen vor der unkontrollierten Verbreitung des Atomschrotts. Denn dekontaminiert heißt nicht: strahlenfrei. Es müssen lediglich die Freigabewerte der Strahlenschutzverordnung eingehalten werden. Dann gilt der Müll aus alten AKW als "freigemessen" und damit als sicher - obwohl es eine Reststrahlung gibt.

Wie sicher also ist das Freimessen? Wie zuverlässig sind die Kontrollen beim AKW-Rückbau? Und ist die Lagerung auf Mülldeponien unbedenklich? Diesen Fragen geht "planet e." nach und deckt Schwachstellen im deutschen Strahlenschutz und in der Überwachung des AKW-Rückbaus auf.

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