ZDF: "Mein Kampf mit Hitler": ZDF-Film zum 80. Jahrestag der "Machtergreifung" / Nach den Erinnerungen von Sebastian Haffner (BILD)

"Mein Kampf mit Hitler": ZDF-Film zum 80. Jahrestag der "Machtergreifung"
Nach den Erinnerungen von Sebastian Haffner (BILD)

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Mainz (ots) - Mit der szenischen Dokumentation "Mein Kampf mit Hitler" erinnert das ZDF am Dienstag, 22. Januar 2013, 20.15 Uhr, an die "Machtergreifung" vor 80 Jahren. Auf der Grundlage des Bestsellers "Geschichte eines Deutschen" von Sebastian Haffner schildert der Film von Peter Adler und Gordian Maugg die Machtübernahme Hitlers aus der persönlichen Sicht des 1999 verstorbenen Autors und Journalisten, der die dramatischen Ereignisse 1933 als junger Rechtsreferendar in Berlin hautnah miterlebte.

In seinen posthum erschienenen Erinnerungen schildert Sebastian Haffner das - wie er es nannte - "Duell" zwischen ihm und dem NS-Regime. Sein bester Freund musste fluchtartig emigrieren, er geriet in Streit mit seinem Vater, die Liebe zu einer jungen Jüdin zerbrach. Haffner (damals noch Raimund Pretzel) konnte sich dem Strudel aus Terror und Verführung immer weniger entziehen. Sein Leben ge¬riet zu einer gefährlichen Gratwanderung zwischen Anpassung und Ablehnung. 1938 emigrierte er nach London und wurde nach dem Krieg einer der renommiertesten Publizisten der Bonner Republik.

"Es ist ein Experiment", beschreibt der verantwortliche ZDF-Redakteur Stefan Brauburger den überwiegend szenischen Film "Mein Kampf mit Hitler". "Erzählt aus der Ich-Perspektive, soll er dem Zuschauer ein Gespür dafür vermitteln, wie ein junger Mensch, der deutliche Abneigung gegen Hitler verspürt, doch in die Fänge des Regimes gerät. Er erlebt, was vielleicht viele in diesen dramatischen Tagen so oder ähnlich erfahren haben: das Gefühl, sich zu verlieren und es dennoch mit sich geschehen zu lassen."

Aufwändige Spielszenen und dokumentarische Bilder verdichten schlaglichtartig historische Momente wie den Reichstagsbrand, die Besetzung des Berliner Kammergerichts durch die SA und den "Judenboykott" im April 1933. Ludwig Blochberger als der junge Sebastian Haffner, Michael Mendl als sein Vater und Sybille Weiser als Haffners Freundin Charlie geben der Wut und Verzweiflung, der Anpassung und Resignation jener Tage ein Gesicht.

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