Triodos Bank

Neues Zahlungskontengesetz erhöht Wechselbereitschaft von Bankkunden
Jeder Vierte würde sein Konto wechseln

Frankfurt am Main (ots) - Bankkunden können zukünftig leichter ihr Konto umziehen. Eine aktuelle forsa-Umfrage zeigt deutlich steigende Wechselbereitschaft von Bankkunden und Sensibilität für Aktivitäten der eigenen Bank.

- Zahlungskontengesetz erleichtert ab 18. September den Wechsel des
  Girokontos 
- Jeder Vierte (25 %) kann sich zukünftig vorstellen sein Konto zu
  wechseln, in der Gruppe mit höherem Einkommen jeder Dritte (34%)
  und bei den 18-29-Jährigen sogar fast jeder Zweite (43%) 
- 72% legen großen Wert auf Transparenz wie Banken ihre Gelder
  verwenden 
- Deutlich höhere Wechselbereitschaft bei Aktivitäten der eigenen 
  Bank
  in Steuervermeidung (56%), Lebensmittelspekulation (56%) und 
  Atomkraft (40%) 
- Triodos Bank führt Video-Ident, Wechselservice und weltweite
  Bargeldversorgung für das Girokonto ein - bei unverändertem
  Preismodell 

Nach einer von der Triodos Bank beauftragten forsa-Umfrage kann sich aufgrund der kommenden Gesetzesänderung jeder vierte deutsche Bankkunde (25%) vorstellen sein Girokonto zu wechseln. In der Gruppe mit höherem Einkommen würde jeder Dritte (34%) seine Bank wechseln und bei den 18-29-Jährigen fast jeder Zweite (43%). Die Wechselbereitschaft insgesamt ist um 11% deutlich angestiegen und dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Neues Gesetz senkt Hürden für Kontowechsel

Zum 18. September tritt das neue Zahlungskontengesetz (ZKG) in Kraft, das unter anderem den Aufwand für den Umzug von Girokonten zu einer neuen Bank verringert. 43% der Befragten gaben an, dass ihnen der Aufwand für einen Umzug ihres Girokontos bislang zu groß sei. Mit dem neuen Gesetz sinkt damit eine der wichtigsten Hürden, insbesondere da einige Banken, wie auch die Triodos Bank, bequeme Wechselservices anbieten und den Umzug des Kontos schnell und einfach möglich machen.

Weitere Gründe für Wechselbereitschaft

Außerdem erhöhen zurzeit viele Banken als Folge des Niedrigzinsumfeldes ihre Gebührenmodelle, schließen Filialen oder ändern ihre Leistungen. Für zwei Drittel der Wechselwilligen (66%) ist der wichtigste Grund für die Unzufriedenheit die Konditionen und Kosten für das aktuelle Girokonto, gefolgt von dem Produktangebot (32%), dem Service und der Beratung (29%) sowie dem Filialnetz (29%). Vor dem Hintergrund der Finanzkrise steigt die Sensibilität der Kunden und weitere Faktoren wie Geschäftspolitik und Nachhaltigkeitsthemen werden zunehmend wichtiger.

Steigende Sensibilität der Kunden für Geschäftspolitik der Banken

Aus der forsa-Umfrage für die Triodos Bank geht weiter hervor, dass mit 72% der Befragten eine deutliche Mehrheit der Meinung ist, viele Banken hätten nichts aus der Finanzkrise gelernt. Im Vergleich zu den Ergebnissen aus 2013 (79%) ist die Zustimmung zu dieser Aussage auch acht Jahre nach Beginn der Finanzkrise kaum verändert. Weitere Finanzskandale, auch aus jüngster Vergangenheit, sind einer der Gründe, warum Bankkunden zunehmend Wert darauf legen, was ihre Banken mit dem ihnen anvertrauten Geld machen. Insgesamt wünschen sich 72%, dass ihre Bank transparent darüber berichtet, wie Gelder verwendet werden. Besonders sensibel sind Personen mit höherem Einkommen (79%) und die aktuell Wechselwilligen (82%).

Allgemein ist die Unzufriedenheit über das öffentliche Ansehen ihrer Bank bereits bei 16% der Wechselwilligen ein Grund die Bank zu wechseln. Die Bereitschaft unter allen Befragten steigt sprunghaft an, wenn ihnen bekannt würde, dass ihre Bank mit dem ihr anvertrautem Geld z.B. in einem der folgenden Bereichen aktiv wäre: Hilfe zur Steuervermeidung (56%), spekulative Geschäfte mit Lebensmitteln (56%), Zusammen-arbeit mit Rüstungsunternehmen (49%) oder Finanzierung von Atomkraft (40%).

"Wer überlegt sein Konto zu wechseln, sollte auch darüber nachdenken, was seine Bank mit dem ihr anvertrauten Geld macht. Viele Kunden unterschätzen den enormen Hebel, den Banken durch Finanzierungen und Investments in bestimmte Unternehmen oder Branchen haben, und den sie als Kunde sehr wohl beeinflussen können" betont Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Triodos Bank Deutschland. Kunden die sicher gehen möchten, dass ihre Bank nicht in einer dieser Branchen aktiv ist, haben z.B. die Möglichkeit, zu einer Nachhaltigkeitsbank zu wechseln.

Kontoumzug leicht gemacht - mit Video-Ident und Wechselservice

Der Wechsel zu Europas führender Nachhaltigkeitsbank ist jetzt noch einfacher, denn Neukunden können sich zukünftig per Video-Legitimation identifizieren und sparen sich dadurch den Gang zu einer Postfiliale für das klassische Post-Ident-Verfahren. Außerdem bietet die Triodos Bank in Zusammenarbeit mit dem Fintech-Unternehmen fino einen Online-Wechselservice, mit dem Kunden schnell und einfach alle bestehenden Kontoverbindungen ihres Girokontos umziehen können. Dafür erstellt fino anhand der Zahlungsbewegungen auf dem bisherigen Konto eine Liste mit Zahlungspartnern, die über die neue Bankverbindung informiert werden. Der Kunde kann diese Liste noch bearbeiten bevor fino die entsprechenden Unternehmen per Post informiert.

Leistungen des Triodos Girokonto erweitert - bei gleichbleibenden Kontogebühren

Zusätzlich zu dem vereinfachten Kontowechselservice können Triodos Kunden mit Ihrer Kreditkarte seit September nicht mehr nur im Euroland, sondern weltweit kostenlos Bargeld abheben. Und auch mit diesen erweiterten Leistungen bleibt die Kontogebühr für das Triodos Girokonto unverändert bei 3,50 Euro im Monat. "Und dass wird auch absehbar so bleiben", betont Schürmann. "Als nachhaltige Direktbank wollen wir unseren Kunden gute Produkte zu fairen Preisen anbieten. Für das Girokonto wollen wir in den nächsten Monaten den Service noch weiter verbessern und eine App anbieten. Wir freuen uns für das Triodos Girokonto die aktuellen Preise für mindestens ein weiteres Jahr garantieren zu können."

Hintergrundinformationen

Umfrage zu Wechselbereitschaft der deutschen Bankkunden

Die von der Triodos Bank in Auftrag gegebene Studie wurde vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Zeitraum Juli 2016 durchgeführt. Es wurden 1.013 Finanzentscheider mittels Computergestützter telefonischer Interviews (CATI) befragt.

Zahlungskontengesetz

Das neue Zahlungskontengesetz (ZKG) setzt die europäische Zahlungskontenrichtlinie in deutsches Recht um und hat verschiedenen Bestandteile. Ab dem 19. Juni 2016 hat jeder Verbraucher in Deutschland ungeachtet seiner Bonität das Recht auf ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen. Neben den Regelungen für das sogenannte Basiskonto enthält das ZKG Vorschriften, die für mehr Transparenz bei den Entgelten der Banken und für mehr Wettbewerb sorgen sollen, insbesondere durch die Erleichterung von Kontenwechseln. Kunden soll der Wechsel des Girokontos erleichtert werden, indem die bisherige Bank die Pflicht auferlegt bekommt, innerhalb von 14 Tagen sämtliche Daueraufträge und Lastschriften auf die neue Bank zu übertragen. Die Vorschriften zur Kontenwechselhilfe treten am 18. September 2016 in Kraft, die zur Entgeltinformation und -aufstellung voraussichtlich im Sommer 2017. (Quelle: BaFin)

Triodos Bank

Die Triodos Bank N.V. (www.triodos.de) ist Europas führende Nachhaltigkeitsbank. Gegründet 1980, hat sie mittlerweile über 600.000 Kunden, die sich darauf verlassen können, dass die Triodos Bank ausschließlich Unternehmen, Institutionen und Projekte finanziert, die zum Wohl von Mensch und Umwelt beitragen. Sie kommen beispielsweise aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Ökolandbau, Bildung und Altenpflege. Anfang 2016 wurde die Triodos Bank von Ihren Kunden auf dem Portal BankingCheck.de zur besten Nachhaltigkeitsbank gewählt. Die Triodos Bank, Triodos Investment Management und Triodos Private Banking weisen gemeinsam ein Geschäftsvolumen von 12,3 Milliarden Euro aus. Die Fonds von Triodos Investment Management investieren anhand des Socially Responsible Investment (SRI)-Ansatzes. Die Triodos Bank beschäftigt über 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sechs Ländern in Europa: in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Spanien, Deutschland und Frankreich. Die Triodos Bank ist einer der drei Gründer der Global Alliance for Banking on Values (www.gabv.org), eines internationalen Netzwerks von führenden Nachhaltigkeitsbanken.

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Florian Koss
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