Deutscher Tierschutzbund e.V.

Tiertransporte 2000: Nichts hat sich geändert - Erschütternde Aufnahmen heute in stern tv und morgen im Stern - Vorwurf gegen die Bahn als Mittäter

    - Querverweis: Bild wird über obs versandt und ist abrufbar unter:
        http://recherche.newsaktuell.de/galerie.htx?type=obs

    Bildunterschrift: Dieses Bild sorgte 1991 für helle Empörung. Doch bis heute werden verletzte deutsche Rinder auf Schiffe gehievt, um im Norden Afrikas oder im Nahen Osten geschlachtet zu werden. "Nichts hat sich geändert", kritisiert der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel. (c) Manfred Karremann (1991)

    Bonn (ots) - 1991 und 1996 hat Manfred Karremann mit der Kamera
unzumutbare Zustände bei der Verladung von Rindern mit dem Ziel Naher
Osten dokumentiert. Heute, abermals vier Jahre später, hat er exakt
die gleiche Situation vorgefunden. Es hat sich so gut wie nichts
geändert.
    
    Als nach Veröffentlichung der Bilder vom Verladen der Rinder mit
Zielort Naher Osten, die unter anderem 1991 und 1996 gedreht worden
waren, ein Aufschrei der Empörung übers Land fegte, musste man davon
ausgehen, dass dieser Tierqual endlich ein Ende bereitet wird. Jetzt,
im Herbst 2000, machten sich Manfred Karremann, Dokumentarfilmer, und
Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, erneut auf
den Weg. Beiden kam die Fahrt wie ein "Déjà vu"-Erlebnis vor. Seit
1996 hat sich so gut wie nichts geändert. Die LKWs, in denen Tiere
transportiert werden, wurden zwar entsprechend der
EU-Tiertransportrichtlinie verändert, doch zunehmend werden Tiere per
Bahn transportiert.
    
    Herbst 2000: In der Bahnstation Husum und Emden wurden die
deutschen Rinder in Waggons der Deutschen Bahn AG verladen. Schon
hier unzumutbare Zustände. Das Wasser für die Tiere wurde in einfache
Blechfässer gefüllt. Die jeweiligen Tiergruppen wurden notdürftig mit
hochkant aufgestellten Paletten voneinander getrennt. Schon der
Bahntransport quer durch Deutschland nach Kroatien und Slowenien ist
somit eine Qual. Das Verladen der Rinder auf Schiffe mit Zielhäfen im
Nahen Osten übertrifft diese Tortur bei weitem. Mit einem Verladekran
werden sie in die Ladeluken gehievt, wie ein Stück Müll. Alles genau
so wie schon 1991 und im Oktober 1996.
    
    "Es sind die gleichen Seelenverkäufer wie früher. Die Rinder
werden wie Abfall behandelt, mit Lastkränen angehoben und in die
Ladeluken geschmissen. Es sind deutsche Rinder und damit hat die
Bundesregierung auch Mitverantwortung zu zeigen. Dass die Deutsche
Bahn beim Antransport die Finger mit im Spiel hat, muss Konsequenzen
nach sich ziehen", kommentiert Apel.
    
    Die Filmaufnahmen sind heute abend, 22.05 Uhr, in "stern-tv" auf
RTL zu sehen. Die Print-ausgabe des Sterns informiert in der morgigen
Ausgabe ebenfalls über diese Tierqual, die von der Bundesregierung
toleriert und von der EU mit Steuergeldern unterstützt wird.
    
ots Originaltext: Deutscher Tierschutzbund e.V.
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Dr. Heidrun Betz
Pressesprecherin des Deutschen Tierschutzbundes e.V.
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