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Auch Justitia gratuliert dem Wunder zum runden Geburtstag: Erich Hallhuber - der Richter vom "Café Meineid" - wird 50!

München (ots) - Für den Bayerischen Rundfunk hat er zahlreiche Filme gedreht, speziell für "Café Meineid"-Fans ist Erich Hallhuber seit 1990 fast schon ein guter Bekannter - als Amtsrichter Heinz Wunder: In dieser Glanzrolle hat Hallhuber inzwischen weit über 100 knifflige Fälle bisweilen auch ganz unbürokratisch gelöst und der heiter-besinnlichen BR-Gerichtsserie von Autor und Regisseur Franz Xaver Bogner seinen ganz besonderen und unverwechselbaren Charme aufgedrückt. Am Samstag, 14. Juli 2001, feiert der vielseitige Bühnen-, Film- und Fernsehstar in München im Kreise seiner besten Freunde seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlass nachfolgend die wichtigsten Stationen aus dem umfangreichen Schaffensbereich des Jubilars, der am 14. Juli 1951 in München zur Welt kam: Nach dem Abitur am Albert-Einstein-Gymnasium studierte Hallhuber von 1971 bis 1974 Schauspiel - zusammen mit Gisela Schneeberger und Josef Bierbichler - an der Otto-Falckenberg-Schule der Münchner Kammerspiele. Sein erstes Engagement bekam er bei Intendant Hansgünther Heyme an den Städtischen Bühnen Köln, wo er bis 1979 u. a. in William Shakespeares "Antonius und Cleopatra" als Caesar und in Shakespeares "Wie es euch gefällt" als Orlando aber auch in Hartmut Langes "Die letzten Stunden der Reichskanzlei" als Goebbels zu sehen war. Für die darstellerische Leistung des Titus Feuerfuchs, 1979 in Johann Nestroys "Talisman", bekam Erich Hallhuber den Förderpreis von Nordrhein-Westfalen. An den Städtischen Bühnen Köln arbeitete Ende der 70er Jahre auch Schauspielkollege Miroslav Nemec, mit dem Hallhuber später nach München ans Bayerische Staatsschauspiel ging und mit dem Hallhuber seit den Kölner Junggesellen-Zeiten eng befreundet ist. Beide standen sowohl in Köln als später in München oft gemeinsam auf der Bühne. Im Fernsehen ermittelte Nemec im April 2000 als Kriminalhauptkommissar Ivo Batic im BR-TATORT "Viktualienmarkt" (Regie: Berthold Mittermayr) gegen Hallhuber als einem der Verdächtigen. Zurück zum Theater: 1979 wurde Hallhuber festes Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel München, dem er bis 1986 angehörte und wo er u. a. im Residenztheater Hauptrollen in zahlreichen Klassikern spielte, sowie 1984 den George in Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?", in der Inszenierung von August Everding. Im selben Jahr spielte er - jeweils unter der Regie von Ingmar Bergman und mit Gaby Dohm als Partnerin - den Prinzen Philipp in Witold Grombowicz's "Yvonne, Prinzessin von Burgund" und in Bergmans "Szenen einer Ehe". 1987 ging Hallhuber mit Rita Russek und Bergmans "Szenen einer Ehe" auf Tournee. In den 80er Jahren längst Fernsehstar (Vierteiler "Wind und Sterne", 1986/87, Regie: Lawrence Gorden-Clark; acht Folgen "Regina auf den Stufen", ZDF/ORF, 1988, Regie: Bernd Fischerauer), hatte Hallhuber Engagements u. a. an den Münchner Kammerspielen, am Münchner Volkstheater und am Schauspiel Bonn. Neben vielen anderen Gastspielen gab Hallhuber im Juni 1989 bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel den Franz Moor in Schillers "Die Räuber" (mit Miroslav Nemec als Karl Moor). Dank seines musikalischen Talents (Stimmlage Bariton) wurden Hallhuber auch Gesangsrollen in Stücken von Bertolt Brecht oder Jacques Offenbach angeboten. 1992 erntete der wandlungsfähige Schauspieler beste Kritiken am Münchner Gärtnerplatztheater für die Rolle des Bäckers in Stephen J. Sondheims Musical "Ab in den Wald" ("Into The Woods"; Regie: "Gärtnerplatz"-Intendant Hellmuth Mathiasek). Von 1992 bis 1994 stand Hallhuber für den Pilotfilm und 18 Folgen der Serie "Immenhof" vor der Kamera (Regie: Gero Erhardt, Stephan Bartmann, Carola Zeisberg). In der mit dem Adolf Grimme Preis ausgezeichneten 36-teiligen BR-Fernsehserie "Löwengrube" (Buch: Willy Purucker; Regie: Rainer Wolffhardt) brillierte Hallhuber von 1989 bis 1992 in der durchgehenden Rolle des zwielichtigen aber unwiderstehlich charmanten Schiebers, namens Metzger-Willy. 1995/96 drehte Hallhuber den Pilotfilm sowie 13 Folgen der SAT.1-Krimiserie "Kriminaltango", als schräger Kommissar Max Haller (Regie: Peter Fratzscher, Holger Bartel), und im Kino war er u. a. 1997 in Helmut Dietls Kassenknüller "Rossini oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" als Bankier zu sehen. Unvergessen bleiben Hallhubers Auftritte als "Bruder Barnabas" in den Jahren 1997/98 auf dem Münchner Nockherberg: Beim traditionellen Starkbier-Anstich (jeweils im März) las er in der Münchner Bierhochburg den Großkopferten - sprich der Prominenz - die Leviten mit seinen unverwechselbaren, ironisch-kritischen Zwischentönen. Fronleichnam 1999 war Hallhuber in Franz Xaver Bogners Tragikomödie "Einmal leben" (Feiertagsprogramm, vom BR im Ersten) der selbstgefällige Krankenhausprofessor. Im Herbst 1999 spielte er in der ZDF-Serie "Die Sternbergs" die Hauptrolle des streitbaren Chirurgen Fabian Sternberg (Regie: Hans Liechti, Gloria Behrens), der regelmäßig für Ärger mit seinem Bruder (Robert Giggenbach) und seiner Ehefrau (Angela Roy) sorgt. Im Herbst 1999 moderierte Erich Hallhuber zusammen mit Ursula Heller den Galaabend zum "Bayerischen Fernsehpreis" und im Januar 2000 die Gala zum "Bayerischen Filmpreis" - jeweils live im Bayerischen Fernsehen. In der Hauptrolle des kauzig-liebenswerten und lispelnden Hausmeisters Rasshofer war Hallhuber in Willy Puruckers "Geschichten aus dem Nachbarhaus" (Regie: Peter Weissflog) 2000 und 2001 zu sehen und zwar in den Filmen "Zugvögel" und "Hoffest" - die neue Folge "Pauline & Co." wird voraussichtlich am Samstag, 1. November 2001, im Feiertagsprogramm im Ersten gesendet. Bald kehrt Erich Hallhuber wieder im legendären "Café Meineid" in seiner Glanzrolle als Richter Wunder zurück: Ab 21. September 2001 wird die letzte Staffel mit den Folgen 101 bis 113 jeden Freitag, um 21.35 Uhr, wiederholt. Am 4. Januar 2002 starten die neuen Folgen 114 bis 126, jeweils freitags, im Bayerischen Fernsehen. Danach ist mit "Café Meineid" noch lange nicht Schluss: Ab 26. November 2001 heißt's bei Autor und Regisseur Franz Xaver Bogner "Klappe schlagen", für die Folgen 127 bis 139. ots Originaltext: Bayerischer Rundfunk Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Pressekontakt: Josy Henkel Telefon 089/5900-2108 Fax 089/5900-3472, Email josy.henkel@br-mail.de Fotos: Bildarchiv Telefon 089/5900-3040 Fax 089/5900-3284 oder BR-APIS-ONLINE 10040 oder LEONARDO-ISDN: Telefon 089/5900-4597 (bitte melden Sie Ihre Anfrage bei LEONARDO an unter der Telefonnummer 089/5900-2738, Gerhard Kirmair). 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