iGZ Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.

Zeitarbeitgeberverband verurteilt Vorgehensweise mit stillosen Mitteln
IG Metall-Kampagne mit unfairen Methoden in der Zeitarbeitsbranche

Münster (ots) - "Die jetzt von der IG Metall gestartete `Fairness-Kampagne` in der Zeitarbeitsbranche wird den eigenen Maßstäben nicht gerecht", erklärte Werner Stolz, Bundesgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). "Die IG Metall setzt alle angeschriebenen Zeitarbeitsbetriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und im Saarland massiv unter Druck und droht pauschal mit öffentlicher Verunglimpfung." Dies sei schlechte Gewerkschafts-Schule und widerspreche dem Geist der bislang funktionierenden Sozialpartnerschaft mit dem Arbeitgeberverband iGZ. Statt alle seriösen Personaldienstleister unter Generalverdacht zu stellen, wäre die IG Metall gut beraten, ihre Anliegen im Rahmen von Tarifverhandlungen vorzutragen und dort nach konstruktiven Lösungen zu suchen, so Stolz.

In diesen Tagen wurden an alle Erlaubnisinhaber für die Überlassung von Zeitarbeitskräften aus der IG Metall-Zentrale in Frankfurt ein Schreiben verschickt, in dem unter Fristsetzung bis zum 1. Mai die Geschäftsinhaber aufgefordert wurden, ein "Abkommen" mit drei Forderungen zu unterzeichnen. Ansonsten drohte die IG Metall mit Sanktionen. "Unsere Mitgliedsunternehmen sind zu Recht empört über diese Vorgehensweise", fasste der iGZ-Bundesgeschäftsführer die Stimmung an der Basis zusammen. "Alle iGZ-Mitgliedsbetriebe wenden den von der IG Metall mitunterzeichneten Branchen-Tarifvertrag an. Dort sind faire Löhne vereinbart".

Erst im September 2007 wurde ein neuer Entgelttarifvertrag vom Verband mit Zustimmung der Metaller-Gewerkschaft ausgehandelt, der Entgeltsteigerungen zwischen sieben und zehn Prozent vorsieht. Der iGZ ist außerdem Initiator für einen Branchenmindestlohn in der Zeitarbeit und hat zu diesem Zweck bereits mit den Einzelgewerkschaften beim DGB und dem BZA einen Mindestlohntarifvertrag ausgehandelt.

"Wer wie die IG Metall diese Fakten in ihrer Kampagne einfach ignoriert, beschädigt das gemeinsame Anliegen, die Zeitarbeitsbranche als unverzichtbare soziale Arbeitsmarktbrücke weiter auszubauen", betonte Stolz abschließend.

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