DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

DLRG rettet 482 Menschen vor dem Ertrinken
DLRG-Präsident fordert bürgernahe und bezahlbare Bäderstruktur

Bad Nenndorf (ots) - Die Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben im vergangenen Jahr 482 Männer und Frauen vor dem Tod durch Ertrinken bewahrt. In 26 Einsätzen mussten sie sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten.

Insbesondere dem schlechten Sommer ist es zu verdanken, dass die DLRG-Helfer weniger lebensrettende Einsätze absolvieren mussten als 2006, als sie 1079 Menschen vor dem nassen Tod bewahrten. Die Zahl der Hilfeleistungen für in Not geratene Wassersportler betrug 7815, das sind 438 oder 5,3 % weniger als im Jahr 2006. Auch die Erste-Hilfe-Leistungen an den Stränden von Nord- und Ostsee, den bewachten Badestellen an Binnengewässern sowie in Bädern ging deutlich zurück. Im vergangenen Jahr versorgten die Wachleiter und Wachgänger die Verletzungen und gesundheitlichen Probleme von 35.853 Badegästen. Im Sommer- und Winterrettungsdienst setzte die DLRG 46.862 Retterinnen und Retter ein. Die "Lifeguards" der DLRG leisteten 2.037.280 Wachstunden, freiwillig und unentgeltlich für die Sicherheit der Badeurlauber und Wassersportler, die es trotz des schlechten Wetters an das im wahrsten Sinne des Wortes "Kühle Nass" zog.

Die Schwimmausbildung spielt in der Unfallprävention eine bedeutende Rolle. Nach vielen Jahren mit stetig rückläufigen Prüfungszahlen, zeigt die Ausbildungsstatistik des Jahres 2007 einen kleinen Silberstreif am Horizont.

Mit 162.648 Schwimmprüfungen lag das Ergebnis um 3.890 über dem von 2006, ein Plus von 2,5 %. Die Anzahl der Rettungsschwimmprüfungen stieg um 10,3 % auf 56.156, einschließlich Wiederholungsprüfungen. Die 218.804 zertifizierten Schwimm- und Rettungsschwimm-prüfungen bedeuten einen Zuwachs von 9.127 oder 4,4 %. Die Prüfungen der Schwimmanfänger (Seepferdchen + Schwimmzeugnis für Erwachsene) stiegen im zweiten Jahr in Folge um 2,8 % auf 59.586 an. "Trotz des erfreulichen Ergebnisses bleibt festzuhalten, dass das Wachstum den Rückgang der Ausbildungszahlen im Jahr 2006 nicht ausgleichen konnte", sieht DLRG-Präsident Dr. Klaus Wilkens keine Entspannung in der Ausbildungssituation.

Weiterhin werden Bäder geschlossen. Die kurzsichtige Rotstiftpolitik der Kommunen wird immer mehr zum Problem. Sie führt in vielen örtlichen Gliederungen zu langen Wartezeiten für einen Kurs und zu weiten Anfahrtswegen zum nächstgelegenen Schwimmbad. "Die Bädersituation ist weiter dramatisch. Wir brauchen ein breites bundesweites Aktionsbündnis, um eine bürgernahe und bezahlbare Bäderstruktur wieder herzustellen", fordert Dr. Wilkens mehr Initiativen von den Kommunen und Verbänden.

33.403 Ausbilderinnen und Ausbilder leisteten am Beckenrand 1.529.559 ehrenamtliche Stunden (+ 79.046 gegenüber 2006), um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer qualifizierten Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung mehr Sicherheit im Wasser zu geben.

Nie zuvor in der fast 95-jährigen Geschichte des Verbandes haben die Mitglieder der DLRG eine derart große Zahl ehrenamtlicher Arbeitsstunden für die Allgemeinheit geleistet: Knapp 6,5 Millionen weist die Statistik des Jahres 2007 aus. Das sind noch einmal 149.178 Stunden (+ 2,4%) mehr als im Rekordjahr 2006. Noch nicht darin enthalten sind die Jugendarbeit und der Sport. Das Gesamtergebnis liegt also noch deutlich höher. Die Mitglieder der humanitären Organisation haben damit einen erheblichen Beitrag für mehr Sicherheit im und am Wasser geleistet. Die DLRG gehört damit zu den großen Organisationen in Deutschland, die wichtige soziale Aufgaben nahezu ausschließlich mit ehrenamtlichem bürgerschaftlichen Engagement durchführen.

Die Lebensretter können nun auf ein Potenzial von knapp einer Million Mitglieder und Förderer vertrauen, die sich aktiv und finanziell für mehr Sicherheit im und am Wasser einsetzen und die vorbeugende Aufklärungs- und Ausbildungsarbeit gegen den Tod durch Ertrinken engagiert und nachhaltig unterstützen.

Pressekontakt:

Martin Janssen,
Pressesprecher der DLRG,
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