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Zeig mir dein Fahrrad und ich sag dir wer du bist!: "Bikes! Das Fahrrad neu erfinden"

Zeig mir dein Fahrrad und ich sag dir wer du bist!: "Bikes! Das Fahrrad neu erfinden"

Wer denkt, heutzutage ist man nur noch hipp, wenn man mit einem möglichst teuren Auto vorfahren kann, der war noch nicht in der neuen Ausstellung "Bikes! Das Fahrrad neu erfinden" im GRASSI Museum für Angewandte Kunst! Die Schau zeigt bis zum 1. Oktober 2018 ganze 70 Modelle aus 50 Ländern - vom Laufrad für die Kleinsten bis hin zum knapp 14 Kilogramm leichten E-Bike oder innovativen Fahrrädern aus Holz.

"Dem Fahrrad gehört die Zukunft!", so Museumdirektor Olaf Thormann über die neuste Ausstellung im GRASSI Museum für Angewandte Kunst, die am 21. Juni 2017 um 19 Uhr eröffnet wird und bis zum 1. Oktober 2017 zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt gegenwärtige Strömungen der neuen Radkultur auf. Vorgestellt werden u.a. Lastenräder aus Dänemark und Falträder aus Großbritannien, Modelle aus Bambus und Carbon sowie Räder mit extrem leichten Titanrahmen aus den USA, puristische Singlespeeds mit Zahnriemenantrieb oder aufsteckbare Motoren, die jedes herkömmliche Rad in ein E-Bike verwandeln.

Ob Karl Drais wohl geahnt hat, wie seine Erfindung, die Laufmaschine oder Draisine, die Menschheit nachhaltig beeinflussen würde? Das Fahrrad ist längst mehr als nur ein Mittel zum Zweck der umweltfreundlichen Fortbewegung: Es ist Kultobjekt, individuell wie nie und hat sich im urbanen Großstadtdschungel längst zum Statussymbol gemausert. Ganz nach dem Motto "Zeig' mir dein Fahrrad und ich sag dir, wer du bist!", zeichnet sich der Erfolg des Fahrrads wohl am besten durch seine zunehmende Individualisierung aus. Jeder kann das für sich passende Modell finden oder sogar maßanfertigen lassen. 70 besondere Drahtesel der vergangenen 10 Jahre aus 50 Ländern von Herstellern, Händlern und Privatpersonen wurden vom Team um Sabine Epple, Kunsthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung, zusammengestellt.

Während technische Innovationen das Fahrraddesign in den vergangenen Jahren rasant verändert haben, steht auch eine Neubewertung des Fahrradfahrens an sich im Fokus. Sie macht sich an einer verkehrspolitischen Neuorientierung fest, in der das Fahrrad eine gewichtige Rolle spielt, wenn es um die Lösung massiver Verkehrsprobleme geht. Wir erleben heute eine Veränderung der Mobilität, die mit einem Trend zum Fahrrad einhergeht und sich vor allem im urbanen Raum abzeichnet. Fahrraddesign bedeutet daher nicht nur die Gestaltung der äußeren Erscheinungsweise und die Weiterentwicklung technischer Lösungen, sondern vor allem das Verstehen und Eingreifen in die gelebte Umwelt.

Die Ausstellung reflektiert unterschiedliche Aspekte der urbanen Fahrradnutzung - mit dem Stadtraum und seiner Fahrradinfrastruktur als Ausgangspunkt. Für Pendler und Kurzstreckenfahrer gibt es heute zahlreiche Anreize, auf das Fahrrad umzu­steigen. In den Niederlanden beispielsweise gibt es bereits 675 Kilometer Radautobahnen und auch für Leipzig wird durch das rasante Bevölkerungswachstum mittelfristig mit einem Anstieg von 20% auf 25% Radfahrer gerechnet, sodass solche Fahrradschnellwege einen wichtigen Teil einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur darstellen. Auch Transport ist längst nicht mehr nur Domäne des Automobils. Ein weiterer Fokus richtet sich auf die zunehmende Individualisierung und Kultivierung des Fahrradfahrens. Zum Fahrrad als Medium der künstlerischen Auseinander­setzung ist es hier lediglich ein kleiner Schritt. Fahrradfahren als Chance der Teilhabe an Mobilität für Alle ist ebenso Thema wie letztlich die Frage, wie das Fahrrad der Zukunft aussehen wird.

Im "Bikes Labor" finden Kinder wie Erwachsene verschiedene kreative Herausforderungen wie bspw. Spiele aus Fahrradelementen. Eine Leseecke mit Fahrradliteratur, Katalogen und Infomaterial lädt zum Informieren ein.

Zur Ausstellung gibt es ein 192-seitiges Begleitbuch, das im Hirmer Verlag München erschienen ist und u.a. im Museumsshop für 29,90 Euro erworben werden kann. Der Eintritt bis 18 Jahre ist frei, Erwachsene zahlen 8 Euro.

Weitere Informationen: www.grassimuseum.de

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