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Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst fortgesetzt - Stöhr: Arbeitszeit ist kein Thema

    Berlin (ots) - In Potsdam sind am 6. März 2008 Gewerkschaften und Arbeitgeber zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen zusammengekommen, nachdem die dbb tarifunion ihre Protest- und Warnstreikaktionen am Vormittag unter anderem in Nürnberg, Stuttgart und Saarbrücken fortgesetzt hatte. Zum Auftakt der heutigen vermutlich entscheidenden fünften Runde sagte der dbb-Verhandlungsführer Frank Stöhr: "Wir können heute in Potsdam ein großes Stück vorankommen, wenn sich die Arbeitgeber endlich bewegen und etwa ihr Angebot verdoppeln." Dies sei ein Ansatz, über den man diskutieren könne, so Stöhr. Kategorisch schloss der dbb-Verhandlungsführer allerdings ein Entgegenkommen der Gewerkschaften in Sachen Arbeitszeit aus: "Die Arbeitszeit ist für uns kein Thema. Eine Verlängerung, die die Arbeitgeber hier anstreben, bedeutete lediglich weiteren Stellenabbau und weitere Arbeitsverdichtung, obwohl die Kolleginnen und Kollegen bereits am Limit sind. Das ist keine nachhaltige Perspektive für Deutschlands öffentlichen Dienst." Die zahlreichen Proteste und Warnstreiks in den vergangenen Wochen hätten eindrucksvoll den massiven Unmut der Beschäftigten demonstriert: "Wir wollen spürbar mehr Geld in der Tasche, öffentliche Dienste sind mehr wert. Dafür werden wir kämpfen und sind bereit zu streiken."

    dbb und ver.di fordern für die 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen acht Prozent, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr Gehalt. Die von den Arbeitgebern Ende Januar vorgeschlagenen fünf Prozent für zwei Jahre bei gleichzeitiger Verlängerung der Arbeitszeit wiesen die Gewerkschaften als Minusangebot zurück.

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