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Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau Kommentar zu Obamas Grundsatzrede zur muslimischen Welt in Kairo

    Köln (ots) - Große Worte

    SANDRO SCHMIDT zu Obamas Nahost-Rede

    Barack Obama hat in seiner Grundsatzrede über das Verhältnis des Westens zur muslimischen Welt große Worte gefunden und einen großartigen Politikansatz entwickelt. Partnerschaft in Politik, Gesellschaft und Religion, in gegenseitigem Respekt, gemeinsamer Kampf aller Gutwilligen gegen Radikale auf allen Seiten. Die zuletzt ihre eigenen Werte mit Füßen tretende Weltmacht streckt dem jüngst noch fast pauschal von ihr als "Reich des Bösen" verdächtigten Sechstel der Menschheit die Hand entgegen: Obama bietet ein Verhältnis auf Augenhöhe und fordert umgekehrt dazu auf, ungerechtfertigte Vorurteile gegenüber dem Westen aufzugeben. Dass er dabei offen Probleme anspricht, nicht nur naiv substanzlose Friedensillusionen inszeniert, macht die Kehrtwende der US-Außenpolitik nur noch glaubwürdiger. Es ist der offenbar ehrlich gemeinte Versuch, auf eine für alle gerechtere Welt hinzuarbeiten.

    Dass dies nicht jedem gefällt, vor allem jenen nicht, deren durch Gewalt errungene Machtpositionen nun in Frage gestellt werden, liegt nahe. Und die lange, schmerzhafte Erfahrung in Nahost zeigt, dass es genügend radikale Kräfte gibt, die hoffnungsvolle Friedensansätze zu hintertreiben wissen. Die Mühen der Ebene folgen also für Obama erst noch.

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