Kölnische Rundschau

Kölnische Rundschau: Meisner kritisiert Banken

    Köln (ots) - Liebe Kolleginnen und Kollegen, hier erhalten Sie eine Nachrichtenfassung eines Gesprächs der Kölnischen Rundschau mit dem Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. Der Kardinal, der am Ersten Weihnachtstag 75 wird, äußert sich zur Finanzkrise und zu seinem persönlichen Umgang mit Geld. Bei Quellenangabe frei.

    Meisner: Ich schenke das Geld weg Kölner Kardinal wird 75: Scharfe Kritik an Bankern KÖLN. Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat angesichts der Finanzkrise das Verhalten vieler Banker in der Finanzkrise scharf kritisiert. "Der Banker ist Treuhänder für Geld, das ihm nicht gehört und mit dem er arbeiten muss", sagte er in einem Gespräch mit der Kölnischen Rundschau (Mittwochausgabe) anlässlich seines 75. Geburtstages: "Dass dieses Ethos so verloren gehen kann, dass Leute mit Dingen Handel treiben, die nicht existieren - das ist erschütternd." Meisner betonte: "Menschenrechte sind Gottesrechte, und wenn man sich das klarmacht, dann kann man nicht einfach seinen Job durchziehen ohne weitere Rücksichten, gleich in welcher Branche." Die soziale Marktwirtschaft könne nur "global gedacht werden". Zum Umgang mit Geld erinnerte Meisner an das erste Gebot: "Du sollst keine fremden Götter neben mir haben." Der größte Reichtum eines Menschen sei nicht Geld und Gut, sondern der Glaube an den lebendigen Gott. Er selbst verfüge über keine Aktien, berichtete Meisner, sondern habe lediglich ein Bankkonto mit einem vierstelligen Betrag. Er achte sehr darauf, dass nicht zu viel Geld auf dem Konto sei. "Ich habe eine große Familie und so viele Leute, denen ich helfen muss. Da schenke ich das Geld weg."

Pressekontakt:
Kölnische Rundschau
Jost Springensguth
print@kr-redaktion.de

Original-Content von: Kölnische Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Kölnische Rundschau

Das könnte Sie auch interessieren: