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Überdosierung von Durchfallmitteln mit Loperamid ist gefährlich

Berlin (ots) - Rezeptfreie Medikamente mit Loperamid werden seit langem in der Selbstmedikation von Durchfall eingesetzt. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) informiert aktuell darüber, dass die Überdosierung von Loperamid zu schwerwiegenden Nebenwirkungen am Herzen führen kann. "Rezeptfrei heißt nicht harmlos. Wenn Loperamid missbräuchlich oder aus Versehen überdosiert wird, kann das lebensgefährlich sein", sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK. "Deshalb sollte das Medikament beim Verdacht auf eine Nebenwirkung am Herzen abgesetzt werden."

Die empfohlene Höchstdosis für Loperamid liegt für Erwachsene bei 12 Milligramm pro Tag. Die meisten Präparate enthalten 2 Milligramm pro Kapsel bzw. Tablette. Bei akuten Durchfällen werden zu Beginn 4 Milligramm (2 Kapseln bzw. Tabletten) und nach jedem ungeformten Stuhl weitere 2 Milligramm (1 Kapsel bzw. Tablette) eingenommen. Die Tageshöchstdosis von 6 Kapseln bzw. Tabletten darf nicht überschritten werden. Wenn sich ein akuter Durchfall nicht innerhalb von 48 Stunden nach der ersten Einnahme von Loperamid bessert, sollte ein Arzt informiert werden. Eine langfristige Anwendung sollte zudem immer ärztlich begleitet werden.

Nicht nur die Dosierung, auch Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln erhöhen das Risiko für Nebenwirkungen von Loperamid. Dazu gehören u.a. einige Antibiotika oder Medikamente gegen Übelkeit. Schulz: "Wer Loperamid einnimmt, sollte in der Apotheke nach möglichen Wechselwirkungen fragen. Das empfehle ich auch, wenn man das Durchfallmittel aktuell gar nicht einnimmt, aber in seiner Reiseapotheke mit in den Urlaub nimmt."

Weitere Informationen unter www.abda.de und www.arzneimittelkommission.de

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Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, Tel. 030 40004-132, presse@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, Tel. 030 40004-134,
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