ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Wolf: "Jetzt Patienten vor Arzneimittelfälschungen schützen"
Verband der Versandapotheken ignoriert Gefahren durch illegale Geschäftemacher

    Berlin (ots) - Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände fordert den Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) auf, alte Denkmuster zu überwinden und umgehend ein nachhaltiges und funktionierendes Konzept für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten vorzulegen. Hierzu erklärt ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf: "Der BVDVA darf nicht länger die Probleme und Gefahren ignorieren, die durch illegale Internetversender entstehen. Anstatt sich mit der Kritik an den Berufsorganisationen der 21.600 Apotheken zu befassen, erwartet die Gesellschaft einen ernsthaften Vorschlag, wie die Gefahr durch Arzneimittelfälschungen aus dem Internet in den Griff zu bekommen ist."

    In den vergangenen Monaten war nach Veröffentlichungen von Polizei, Zoll und Bundeskriminalamt bekannt geworden, dass die Zahl der gefälschten Arzneimittel, die aus dem Ausland und durch Bestellung im Internet nach Deutschland gelangen, dramatisch angestiegen ist. Wolf: "Der BVDVA verkauft die Öffentlichkeit für dumm und stiehlt sich und seine Mitglieder mit einem Ablenkungsmanöver aus der Verantwortung. Hier geht es anscheinend nicht um das Patientenwohl, sondern um Partikularinteressen."

    Recherchen der ARD, die am vergangenen Sonntag im Fernsehen gezeigt wurden, belegen, wie groß die Probleme heute schon sind und welche Rolle das Internet und Onlinebestellungen spielen. Das vom BVDVA platzierte "Siegel" hat die Situation eher verschlimmert. Wolf: "Ein weiterer Mosaikstein im verantwortungslosen Umgang mit der hochwertigen und sicheren Arzneimittelversorgung der Menschen ist es seitens des BVDVA nun, ausgerechnet die Aufsicht führenden Kammern anzugreifen. Dieser Weg ist durchschaubar und zeigt, dass es nicht um ernsthafte Versorgungsinteressen, sondern nur darum geht, den Schutzzaun um die eigenen Unternehmensinteressen auszubauen."

    Diese Pressemitteilung und weitere Informationen auch unter www.abda.de

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