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Ford Zulieferpark beispielhaft für Industrie

    Köln (ots) - Als beispielhaft für die Automobilindustrie weltweit präsentierte der Direktor der europäischen Fahrzeugfertigung bei Ford, Hans Schardt, den Industriepark am Ford-Werk in Köln. Beim Fachkongress "Lockruf in den Zulieferpark" der Zeitschrift "Automobil Produktion" erläuterte Schardt am Mittwoch, 19. Juni 2002, in Köln vor über 100 Experten von Automobilherstellern und Zulieferern die Vorteile dieses Systems und gab außerdem einen Überblick über die Situation der Branche.          Dabei betonte er, dass Ford mit seiner im Jahr 2000 initiierten Europäischen Transformationsstrategie auf dem richtigen Wege sei. Das Unternehmen hat seitdem in erheblichem Maße Produktionsüberkapazitäten abgebaut, Kosten gesenkt, die Distribution gestrafft und wird seine Modellpalette rundum erneuern, indem es innerhalb von fünf Jahren 45 neue Modelle und technische Neuerungen auf den Markt bringt. Mittelfristig arbeitet Ford in seinem Kölner Stammwerk daran, die dort gefertigten Ford Fiesta als "15-Tage-Auto" nach der Herstellung den Kunden bereit zu stellen.          Hans Schardt ging auch auf die weltweite Konzentration bei den Herstellern ein, deren Anzahl kontinuierlich abnimmt. Das wird nach seiner Einschätzung auch einen Konzentrationsprozess bei den Zulieferern zur Folge haben. Von den 30.000 noch selbständigen Unternehmen im Jahr 1990 werden bis 2010 nur etwa 3000 bis 3.500 übrig bleiben. Da sich wie Ford immer mehr Hersteller auf ihre Kernkompetenz als Automobilproduzenten in den drei Bereichen Entwicklung, Herstellung und Vertrieb konzentrieren werden, erhalten die Zulieferer mehr und komplexere Aufträge von den Fahrzeugherstellern.          Dabei erwartet Schardt auch eine grundlegende Änderung der Auftragsinhalte. So werde der Elektronikanteil an den Herstellungskosten eines Mittelklasse-Modells von heute rund 20 Prozent bereits im Jahr 2005 auf über 35 Prozent angestiegen sein. Dies erfordere auch bei den Zulieferern eine Neuorientierung, die beispielsweise auch die Zusammenarbeit untereinander wichtiger werden lasse.

    
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