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Schneller, flexibler und umweltschonend: Zehn Jahre Industriepark Ford Saarlouis

Schneller, flexibler und umweltschonend: Zehn Jahre Industriepark Ford Saarlouis
Durch eine 1.000 Meter lange Foerderbruecke ist der Industriepark Ford Saarlouis mit dem Fahrzeugwerk verbunden. 13 Zulieferer fertigen in dem Park Fahrzeugmodule und Teile und liefern diese direkt ans Montageband bei Ford, wo sie in die drei Modelle Ford Focus, Ford C-MAX und Ford Kuga eingebaut werden.... mehr

Saarlouis (ots) - Ein neues Kapitel in der Geschichte des modernen Automobilbaus schrieb Ford vor zehn Jahren in Saarlouis: Mit dem Start des Ford Focus im Sommer 1998 nahm der "Industriepark Ford Saarlouis" mit damals 800 Beschäftigten seinen Betrieb auf. In enger Zusammenarbeit mit dem Gebäudeeinrichter Saarland Bau- und Boden Projekt GmbH (SBB) haben die wichtigsten Zulieferer ihre Produktionsstätten direkt neben dem Ford-Werk errichtet. Die Gesamtinvestition für das wegweisende Projekt lag bei 240 Millionen Euro.

Auf einem Industrieareal von 260.000 Quadratmeter haben sich 13 Lieferanten mit heute 2.000 Beschäftigten angesiedelt, die alle nach denselben Grundsätzen arbeiten: Sie produzieren 17 Fahrzeugmodule und Teile - angefangen von Instrumententafeln über Karosseriebauteile bis hin zu Sitzen und Lenkungen - und liefern diese per Elektrohängebahn oder Tunnelanlagen direkt ans Ford-Montageband. Dort werden die Module in die drei Modelle Ford Focus, Ford C-MAX und Ford Kuga eingebaut.

Hersteller und Lieferanten fertigen dabei nicht nur zur genau richtigen Zeit (just-in-time), sondern auch in der exakten Baureihenfolge (just-in-sequence) des Ford-Werkes Saarlouis - und das mit Vorlaufzeiten von bisweilen nur wenigen Stunden. So informiert Ford die Zulieferer einige Tage zuvor über den geplanten Produktions-umfang. Die exakte Reihenfolge der Produktion übermittelt zeitnah die zentrale Computersteuerung von Ford.

Erst zwei bis drei Stunden, bevor die Monteure am Band ein Bauteil benötigen, erhalten die Zulieferer ihre Informationen per Datentransfer. Der Transport über die Elektrohängebahn dauert dann im Durchschnitt nur noch 15 bis 20 Minuten.

Die genau abgestimmte Produktion und die räumliche Nähe von Hersteller und Lieferanten hat viele Vorteile: So lassen sich hunderte Lkw-Transporte vermeiden. Sie wären ansonsten jeden Tag notwendig, um Fahrzeugteile von außerhalb anzuliefern. Ford erspart der Umwelt auf diese Weise jährlich Millionen von Transportkilometern, Kraftstoff und Emissionen.

Darüber hinaus ist die "just-in-sequence"-Produktion der Schlüssel zu einer deutlichen Verminderung der Lagerbestände von Bauteilen in den Montagewerken. Allein dank der Elektrohängebahn hat die Verpackung von Teilen und Komponenten erheblich abgenommen. Das reduziert einerseits die Kosten, wie zum Beispiel für die Müllbeseitigung, und schont andererseits ebenfalls die Umwelt. Durch die direkte Nachbarschaft können auch die gemeinsame Qualitätssicherung und Teileentwicklung ohne Zeitverluste direkt vor Ort mit den Partnern - Ford und den Zulieferern - besprochen und optimiert werden.

Mit 6.600 Beschäftigten im Ford-Werk und den weiteren 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei den Zulieferern im Industriepark Ford Saarlouis ist der Industriekomplex der größte Arbeitgeber im Saarland.

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