BDZV - Bundesverb. Dt. Zeitungsverleger

Zeitungsverleger weisen Forderungen der Journalistengewerkschaften als "völlig realitätsfern" zurück

    Berlin (ots) - Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)
hat heute in Berlin die Forderungen der Journalistengewerkschaften
für einen neuen Gehaltstarifvertrag für Redakteure an Tageszeitungen
als "völlig realitätsfern" zurückgewiesen. Der Deutsche
Journalisten-Verband (DJV) fordert eine Anhebung der Gehälter in Höhe
von 5,5 Prozent, die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verlangt
sogar 6,5 Prozent. "Wer angesichts der schweren Umsatzeinbrüche in
den Zeitungsverlagen mit solchen Forderungen aufwartet, hat jedes
Augenmaß verloren", erklärte der Verhandlungsführer der
Zeitungsverleger, Werner Hundhausen. Er hob hervor, dass die Krise im
Werbemarkt nicht nur einzelne Verlage, sondern die gesamte
Zeitungsbranche schwer getroffen habe. Im vergangenen Jahr hätten die
Verlage im Anzeigengeschäft das Niveau von 1998 und in vielen Fällen
sogar nur das Ergebnis von 1997 erreicht. Aufgrund der schwachen
Konjunkturlage halte der Anzeigenrückgang weiter an: In den ersten
Monaten des laufenden Jahres sei das Anzeigengeschäft im Vergleich zu
2001 durchschnittlich um weitere zwölf Prozent zurückgegangen. Alle
Verlage seien zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen. "Wir erwarten
jetzt, dass die Gewerkschaften ihre Tarifpolitik an der Wirklichkeit
in unseren Zeitungsunternehmen ausrichten und die Wirtschaftsdaten
der Zeitungsbranche auch korrekt darstellen", so Hundhausen.
    
    
    
ots Originaltext: BDZV
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