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Flugsaurier gingen vierfüßig
NATIONAL GEOGRAPHIC Deutschland: Neuer Fossilfund ermöglicht nach 150-jähriger wissenschaftlicher Diskussion Rekonstruktion der Flugsaurieranatomie

    Hamburg (ots) - Die Flugsaurier der Urwelt faszinieren seit jeher
die Paläontologen. Ähnelten sie bei der Fortbewegung auf dem Lande
den zweibeinig laufenden Vögeln oder eher den heutigen Fledermäusen?
Wie NATIONAL GEOGRAPHIC Deutschland berichtet, belegen neue
Fossilfunde nun erstmals, dass die Flugsaurier der Gattung
Pterodactylus vermutlich vierfüßig liefen. Die jetzt untersuchten
Funde aus dem Solnhofener Plattenkalk und aus Brasilien zeigen eine
hervorragende Weichteilerhaltung und liefern neue Einblicke in die
Anatomie der Pterosaurier, berichten die Paläontologen Helmut
Tischlinger aus Stammham und Eberhardt "Dino" Frey vom Staatlichen
Museum für Naturkunde Karlsruhe. Bei der Präparation der Fossilien
unter UV-Beleuchtung entdeckten die Forscher sehr gut erhaltene
Flughautabdrücke. Geradezu spektakulär waren jedoch die gut
sichtbaren Weichteilstrukturen im Schädelbereich und an den Füßen.
    
    So fanden sich am Schädel eines Solnhofener
Kurzschwanz-Flugsauriers (Pterodactyus sp.) die hautartigen Überreste
eines Scheitelkammes. Noch besser sind die Hintergliedmaßen erhalten:
An den beiden Füßen ist zwischen Mittelfuß- und Zehenknochen noch
eine Zwischenhaut bestens zu erkennen. An den Krallen mit den Zehen
fanden die Forscher sichelförmig gebogene Hornscheiden. Erstmals
entdeckt wurden am Solnhofener Fossil die beschuppten Fersenpolster.
Durch diese Erkenntnisse wird nach 150 Jahren wissenschaftlicher
Diskussion klar: Die Flugsaurier bewegten sich höchstwahrscheinlich
vierfüßig wie Fledermäuse und nicht auf zwei Beinen wie Vögel.
    
    Informationen zu den neusten Erkenntnissen stehen auf der Web-Site
von NATIONAL GEOGRAPIC Deutschland unter www.nationalgeographic.de
zur Verfügung. Das Thema "Flugsaurier - Herrscher am Himmel der
Urzeit" wird außerdem in der Mai-Ausgabe des Magazins NATIONAL
GEOGRAPHIC Deutschland ausführlich behandelt.
    
    Erste Rekonstruktions-Abbildungen stehen bei Nennung der Quelle
(siehe Datei-Information, enthält auch Motiv-Beschreibung)
honorarfrei zur Verfügung. Das Fotomaterial kann per ISDN oder E-Mail
verschickt und über Telefon 040/399 27 2-0 oder Fax 040/39 92 72 10
angefordert werden. Über die Zusendung eines Belegs an NATIONAL
GEOGRAPHIC Deutschland, Public Relations, Stadthausbrücke 1-3, 20355
Hamburg würden wir uns freuen.
    
    
ots Originaltext: NATIONAL GEOGRAPHIC Deutschland
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