Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

"Macher von morgen" als Rückgrat der zukünftigen Umweltforschung fördern

Osnabrück (ots) - "Der wissenschaftliche Nachwuchs von heute wird morgen unsere Welt gestalten und mit den Konsequenzen unseres Handelns oder Nicht-Handelns umgehen müssen. Qualifizierter, interdisziplinär geprägter und engagierter wissenschaftlicher Nachwuchs bleibt deshalb das Rückgrat für zukünftige Umweltforschung und das Umsetzen der Erkenntnisse in die Praxis im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung." - Mit diesen Worten zog heute in Osnabrück Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), ein Fazit des stiftungseigenen Stipendienprogramms, das seit 25 Jahren Hochschulabsolventen verschiedener Fachrichtungen bei ihren Promotionsvorhaben unterstützt. 1.285 Promotionsstipendien wurden bislang bewilligt und gaben Anlass, gemeinsam über die Zukunft der Umweltforschung zu diskutieren sowie die Arbeit des letzten Vierteljahrhunderts zu reflektieren. Den im vergangenen Jahr erfolgreich promovierten Absolventen wurden Urkunden überreicht.

Große umwelt- und gesellschaftspolitische Herausforderungen im Blick

Bottermann betonte, die Stiftung wolle schon heute die Fachkompetenz, Ideen und Sichtweisen junger Leute in ihre Arbeit einbeziehen. Die Stipendienprogramme - neben dem Promotionsstipendienprogramm gibt es auch ein Austauschstipendienprogramm für junge Leute aus Mittel- und Osteuropa - seien hierfür "unser wichtigster Zugang. Sie sind und bleiben auch weiterhin ein ganz wichtiger Bestandteil der Förderarbeit der DBU." Dazu sollten die thematische Breite des Programms und sein interdisziplinärer Ansatz beibehalten werden. Vor dem Hintergrund der großen umwelt- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust sowie dem nicht nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und schädlichen Emissionen wähle die DBU die Stipendiaten aus und gestalte ihre Förderung, um ihre Qualifizierung zu unterstützen. Bottermann: "Hier werden wir weiterhin die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses an den Hochschulen und Forschungsinstitutionen genau beobachten und insbesondere unsere ideelle Förderung optimieren."

Interdisziplinäre Forschungsarbeiten für Umwelt- und Naturschutz

Jährlich unterstützt die DBU mit 55 Promotionsstipendien den wissenschaftlichen Nachwuchs, um innovative und praxisorientierte Lösungsansätze für Umweltherausforderungen zu fördern. 1.285 Promotionsvorhaben wurden dabei innerhalb der vergangenen 25 Jahre bewilligt, die sich aus verschiedenen Fachgebieten der Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Agrar- und Forstwissenschaften sowie Sprach- und Kommunikationswissenschaften zusammensetzen.

"Wir fördern engagierte junge Leute, die mit Leidenschaft für ihre Forschungsanliegen brennen und etwas für den Umwelt- und Naturschutz bewegen wollen", bekräftigt Bottermann den Ansatz des Programms. Verbundenheit mit ehemaligen Stipendiaten im Alumni-Netzwerk Das Promotionsstipendienprogramm diene außerdem zum Aufbau eines interdisziplinären- und länderübergreifenden Netzwerkes von Umweltexperten. Regelmäßig finden Stipendiaten- und Alumni-Treffen statt, die sowohl dem aktiven Austausch zu neuen Forschungsthemen und Ergebnisse dienen als auch den Umgang mit persönlichen Erfahrungen thematisieren. 35 der ehemaligen Absolventen sind inzwischen etablierte Professoren und arbeiten an Themen der Umweltforschung. Andere arbeiten nach erfolgreicher Promotion innerhalb der Wirtschaft, Verwaltung, Politik oder Medien und bereichern das Netzwerk mit ihren Impulsen. "Die DBU hält durch ihre aktive Alumni-Arbeit weiterhin Kontakt zu 1.000 Ehemaligen und begleitet diese ein Stück weit auf ihrem Werdegang. Dies ist spannend und wichtig für unser aller Zukunft", betonte Bottermann.

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