Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)

VPRT-Sommerfest und Mitgliederversammlung

Berlin (ots) -

   - Kanzleramtsminister Peter Altmaier weist auf die Bedeutsamkeit 
     der Novelle der AVMD-Richtlinie hin
   - Mitgliederversammlung will den VPRT als Spitzenverband der 
     audiovisuellen Medienwirtschaft konvergent ausrichten 

Der Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, Peter Altmaier, sowie mehr als 650 Repräsentanten aus Medienwirtschaft und Politik folgten am gestrigen Abend der Einladung des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) zum VPRT-Sommerfest in die Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund in Berlin.

Peter Altmaier würdigte in seiner Rede die Rolle des privaten Rundfunks in Deutschland: "Unsere Medienlandschaft ist heute vielfältiger, sie ist heute bunter, die Privaten haben sich ihr Terrain gesichert. Schön, dass Sie da sind! Sie repräsentieren 11 Milliarden Euro Umsatz, Sie haben 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Sie sind ein ganz wichtiger Faktor für die Zufriedenheit, für das Wohlergehen, für die Information von Millionen von Menschen in diesem Land."

Kanzleramtsminister Altmaier betonte, dass die Bundesregierung eine aktive Rolle in der Ausgestaltung der konvergenten Medienregulierung einnehme und auch die privaten Medien aktiv in Brüssel unterstütze: "Wir haben bei der Modernisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen Einiges in Bewegung gesetzt." Die Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz habe im Juni einen guten Bericht mit Reformvorschlägen für eine moderne Medienregulierung vorgelegt, den es jetzt umzusetzen gelte.

Zu medienregulatorischen Vorhaben in Brüssel sagte Altmaier: "Im europäischen Bereich haben wir die Entwicklung von Positionen Deutschlands zur Novelle der AVMD-Richtlinie und zu den Überlegungen zur Plattformregulierung mit eingebracht. Wir haben uns mit Erfolg dafür eingesetzt, dass der im Mai vorgelegte Vorschlag zentrale deutsche Positionen berücksichtigt." Altmaier stellte heraus, dass in dem Entwurf der AVMD-Richtlinie den Sendern generell mehr Freiheit bei der Werbeplanung eingeräumt werde: "Wir halten das für richtig und für notwendig, und wir glauben, dass wir damit einen Meilenstein erreicht haben." Altmaier hob zudem hervor, dass sich die Bundesregierung für die Sicherstellung von diskriminierungsfreien und transparenten Zugangsmöglichkeiten für Inhalteanbieter sowie die Wahlfreiheit des Nutzers stark mache.

Hans Demmel, neu gewählter Vorstandsvorsitzender des VPRT, sagte: "Aus Sicht des VPRT sind im letzten Jahr erfolgreiche und wichtige Weichenstellungen für die Rahmenbedingungen der privaten Medienanbieter erfolgt. Der VPRT hat sich früh und aktiv eingebracht, den eingeschlagenen Weg müssen wir konsequent weiter gehen. Gemeinsam mit Gesetzgeber und Regulierung müssen wir den Kreativstandort Deutschland stärken und ausbauen. Dabei hat die Reform der AVMD-Richtlinie für unsere Branche eine existenzielle Bedeutung. Hier entscheidet sich auch unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit in der konvergenten Realität. Nach den Ergebnissen der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz geht zudem unser Appell an Bund und Länder, diese nun zügig umzusetzen. Und an den Bund ergeht überdies die Bitte, bei der aktuellen Reform des Urhebervertragsrechts Augenmaß zu bewahren, um dem Produktionsstandort Deutschland keinen Schaden zuzufügen. Unsere Branche spielt eine maßgebliche Rolle für die Wertschöpfung der Kreativindustrie. Wir wollen das bleiben, was wir sind: Die 'schönste Branche' der Welt."

Tagsüber am 6. September fanden in Berlin die Mitgliederversammlung und die Fachbereichsversammlungen des VPRT statt. Der Vorstand unterstrich, dass der Verband in seinen Kernthemen - der AVMD-Richtlinie, dem Urheberrecht, der eigenständigen Positionierung der Gattung Radio sowie der Ausgestaltung des Dualen Systems - im zurückliegenden Jahr eine beachtliche Bilanz vorzuweisen hat.

Für die zukünftige Ausrichtung des VPRT wollen die Mitgliedsunternehmen den Verband noch stärker als Wirtschaftsverband ausrichten und die Positionierung als wirtschaftliche Schlüsselbranche mit den regulatorischen Themen eng verknüpfen. Hierzu beschloss die Mitgliederversammlung die Weiterentwicklung des Verbandes als Spitzenverband der audiovisuellen Medienwirtschaft und eine konvergentere Ausrichtung bei der Mitgliederentwicklung in den Bereichen Audio und Video.

Über den VPRT:

Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und Mobileangeboten bereichern seine rund 150 Mitglieder Deutschlands Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen, technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels - national und auf EU-Ebene.

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