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Barmherzige Brüder Trier gGmbH (BBT-Gruppe)

"Es geht auch darum, welchen Wert 'Alter' und 'Altsein' in unserer Gesellschaft hat"
Katholischer Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen fordert konstruktiven Umgang mit MDS-Bericht

Koblenz (ots)

Günter Mosen, Vorstandsmitglied des Barmherzige
Brüder Trier e. V. (BBT), fordert konstruktiven Umgang mit aktuellem 
Bericht des Spitzenverbandes der Medizinischen Dienste der 
Krankenkassen (MDS) zur Situation der Altenpflege in Deutschland.
In einem Interview, das der BBT e. V. zum 2. Bericht des 
Spitzenverbandes der Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDS) 
heute auf seiner Website www.bb-trier.de veröffentlichte, appelliert 
Mosen, besonnen zu bleiben und warnt vor populären ad hoc Aktionen. 
"Das, was wir heute leider zur Kenntnis nehmen müssen, ist die Folge 
einer langjährigen Entwicklung und einer Politik, die offensichtlich 
zu lange und zu gerne an die Finanzierbarkeit der Pflege glaubte, als
von den Vertretern in den Spitzen- und Wohlfahrtsverbänden schon 
genau dieses Szenario vorhergesagt wurde."
Auch müsse darüber nachgedacht werden, ob dem vermeintlichen 
Pflegenotstand in Deutschland mit weiteren Vorschriften beizukommen 
sei. "Es geht nicht nur ums Geld. Es geht auch darum, wie sich das 
Wertebewusstsein in unserer Gesellschaft geändert hat, welchen 
Stellenwert wir heute "Alter" und "Altsein" beimessen - Menschen 
nicht nur werbetechnisch als "best agers" schätzen sondern für alte, 
pflegebedürftige Menschen heute genauso das Beste wollen, wie wir es 
in Zukunft für uns selber wünschen."
Die Forderung des MDS, Prüfberichte zu veröffentlichen, sei 
sicherlich eine Möglichkeit, für mehr Objektivität bei der Auswahl 
eines Wohn- und Pflegeplatzes zu sorgen. "Aber Zahlen geben keine 
Auskunft darüber, ob man sich auf die individuellen Bedürfnisse eines
Bewohners wirklich einstellt. Das Eine ist, die Pflege eines alten 
Menschen nach vorgegeben und messbaren Zahlenwerten zu beurteilen; 
das Andere, einen Menschen nach ethischen Wertmaßstäben zu betreuen."
Mosen rät deshalb allen Menschen, sich in Häusern vor Ort zu 
informieren. "Die beste Orientierung bietet der direkte, persönliche 
Kontakt. Menschen, die nach einem Heimplatz suchen, sollten einen 
Gesprächstermin vereinbaren, sich das Haus zeigen lassen, mit den 
Mitarbeitenden, Bewohnern und deren Angehörigen sowie den 
ehrenamtlichen Helfern sprechen und sich selber einen Eindruck 
verschaffen. Welchen Eindruck hinterlässt das Haus? Wie flexibel 
reagiert der Anbieter eines Wohn- und Pflegeplatzes auf 
Sonderwünsche? Ist ein Haus bereit, dies auch vertraglich zu 
zusichern? Werden die Angehörigen eingebunden, wenn der Betroffene 
dies wünscht? Wie ist der allgemeine Ruf der Einrichtung in der 
Region? Diese und weiter Fragen schaffen hier mehr Klarheit als noch 
mehr Statistiken."
Mit 25 Einrichtungen und über 7.000 Mitarbeitenden in 
Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und 
Nordrhein-Westfalen gehört der BBT e. V. zu den bedeutenden Trägern 
sozial-caritativer Dienste der Katholischen Kirche in Deutschland.
Das vollständige Interview und weitere Informationen zum 
   Barmherzige Brüder Trier e. V. finden Sie auf www.bb-trier.de

Pressekontakt:

Barmherzige Brüder Trier e. V.
Martin Fuchs
Pressesprecher
Kardinal-Krementz-Str. 1-5-
56073 Koblenz
Tel. (0261) 496 64 64
e-Mail: m.fuchs@bb-trier.de

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