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Bundesagentur für Arbeit (BA)

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im März 2001
Geringerer Rückgang der Arbeitslosigkeit als in den Vorjahren
Teil 8 von 8

Nürnberg (ots)

Arbeitsmarktpolitik entlastet nach wie vor deutlich
Geförderte berufliche Bildung hatte auch zuletzt größeres Gewicht
als vor Jahresfrist, wenngleich weniger Personen in eine Maßnahme
eintraten. So befanden sich insgesamt 155.200 Menschen in Maßnahmen
zur Weiterbildung, zur Wiedereingliederung von Behinderten und in
Deutsch-Sprachlehrgängen, das ist ein Plus von 2 Prozent. Die Zunahme
beruht vor allem auf mehr Weiterbildung (+3 Prozent auf 140.400),
aber auch auf mehr Rehabilitation (+6 Prozent auf 9.000);
Deutsch-Sprachlehrgänge verringerten sich dagegen, wegen rückläufiger
Zuzüge von Spätaussiedlern (-19 Prozent auf 5.700). In den ersten
drei Monaten d.J. haben 63.200 Personen eine der genannten Maßnahmen
begonnen, 2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Abnahme
entfällt auf berufliche Weiterbildung und insbesondere
Deutsch-Sprachlehrgänge (-1 Prozent auf 56.200 bzw. -32 Prozent auf
2.800; Reha-Maßnahmen: +1 Prozent auf 4.100).
Der Bestand an Teilnehmern in Beschäftigungschaffenden Maßnahmen
des zweiten Arbeitsmarktes lag weiter zunehmend unter dem
Vorjahresniveau. So waren im März in ABM und traditionellen SAM
156.800 Personen tätig, dies sind 10 Prozent weniger. Dabei entfiel
die Abnahme sowohl auf ABM als auch auf traditionelle SAM (-9 Prozent
auf 118.300 bzw. -10 Prozent auf 38.500). Die Zugänge seit
Jahresbeginn waren mit 32.200 nach wie vor erheblich kleiner als im
Vorjahreszeitraum, nämlich um 28 Prozent (ABM: -28 Prozent auf
24.000, traditionelle SAM: -28 Prozent auf 8.100).
Die direkte Förderung regulärer Beschäftigung hat sich zuletzt
wieder leicht verringert, wie bisher liegt sie stark unter
Vorjahresniveau. Im März befanden sich 105.400 Menschen in
entsprechenden Tätigkeiten (ohne Arbeitnehmerhilfe: -19 Prozent).
Wegen der verschlechterten Förderkonditionen spielen vor allem SAM
OfW seit längerem eine erheblich kleinere Rolle (-64 Prozent auf
25.000); im Zusammenhang damit haben Eingliederungszuschüsse kräftig
zugelegt (+51 Prozent auf 51.100). Mit Beschäftigungshilfen für
Langzeitarbeitslose waren ebenfalls erheblich mehr Personen tätig
(+19 Prozent auf 11.200); weniger ausgeprägt gilt dies für
Überbrückungsgeld (+3 Prozent auf 12.500). Im ersten Quartal haben
insgesamt 32.600 Personen mit diesen Instrumenten eine Arbeit
aufgenommen (einschl. Arbeitnehmerhilfe), 9 Prozent weniger als im
Vorjahreszeitraum. Wie schon bisher standen insbesondere starken
Zunahmen bei Eingliederungszuschüssen erhebliche Abnahmen bei SAM OfW
gegenüber (+38 Prozent auf 15.200 bzw. -57 Prozent auf 6.000).
In Maßnahmen des Sofortprogramms zum Abbau der
Jugendarbeitslosigkeit befanden sich zuletzt 38.800 Teilnehmer (+21
Prozent); seit Jahresbeginn sind 7.800 Personen eingetreten (+14
Prozent).
Freie Förderung wird stark zunehmend genutzt. Seit Anfang Januar
wurden 27.300 Leistungen bewilligt, 47 Prozent mehr als im
Vorjahreszeitraum. Am Zuwachs waren die Internet-Zertifikate zu drei
Fünfteln beteiligt (5.200).
Zuletzt machten ca. 80.000 Leistungsempfänger von der Regelung des
§ 428 SGB III Gebrauch, ca. 4 Prozent weniger als vor einem Jahr. In
der Freistellungsphase der Altersteilzeit befanden sich mit ca. 9.500
dagegen wesentlich mehr Menschen (ca. +44 Prozent).
Ausbildungsstellenmarkt nach wie vor angespannt
Zur Halbzeit des Berufsberatungsjahres 2000/01 ist die Situation
am Ausbildungsstellenmarkt weiterhin angespannt. Von Oktober 2000 bis
März 2001 sind den Arbeitsämtern insgesamt 57.800 Ausbildungsstellen
gemeldet worden; dies sind 2.700 oder 4 Prozent weniger als im
Vorjahreszeitraum. Die Abnahme betraf sowohl betriebliche als auch
außerbetriebliche Lehrstellen (-1.400 auf 52.700 bzw. -1.200 auf
5.100). Im gleichen Zeitraum haben 160.200 Bewerber die
Berufsberatung bei der Suche eines Ausbildungsplatzes eingeschaltet,
10.300 oder 6 Prozent weniger; das Minus resultiert wohl aus leicht
rückläufigen Schulabgängerzahlen und aus einer verstärkten Nutzung
des ASIS.
Ende März gab es 32.500 noch offene Ausbildungsplätze, 1.900 oder
6 Prozent mehr als vor Jahresfrist. 120.300 Bewerber waren am
Monatsende noch nicht vermittelt, das waren 6.900 oder 5 Prozent
weniger.
In den neuen Ländern kommen bisher 277 Meldungen von Bewerbern auf
100 registrierte Ausbildungsstellen. In allen neuen Ländern gibt es
einen rechnerischen Bewerberüberschuss; er reicht von 210 zu 100 in
Mecklenburg-Vorpommern bis 332 zu 100 in Brandenburg. Entsprechendes
gilt für das Verhältnis von noch nicht vermittelten Bewerbern zu
unbesetzten Ausbildungsplätzen (Mecklenburg-Vorpommern: 229 zu 100;
Brandenburg: 499 zu 100; neue Länder insgesamt: 370 zu 100).
- Ende -

Rückfragen bitte an:

Bundesanstalt für Arbeit
Pressereferat Tel. (0911) 179-2218

Original-Content von: Bundesagentur für Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

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