DIE ZEIT

Deutschlands Kinder leiden unter vermeintlicher KiSS-Krankheit

Hamburg (ots) - Wie die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, machen selbsternannte KiSS-Experten, meist Ärzte, das sogenannte KiSS-Syndrom für vieles verantwortlich. KiSS ist Abkürzung für Kopfgelenk-induzierte Symmetriestörungen. Symptome können sein: Lernstörungen, schlecht schlafende Kinder, Schreibabys, Essstörungen, Koordinationsstörungen oder hyperaktive Kinder. Sie behandeln das KiSS-Syndrom mit manueller Therapie, weil angeblich Blockierungen im Kopfgelenk KiSS auslösen. Die KiSS-Therapeuten kommen mit der Erschaffung des KiSS-Syndrom vielen Eltern entgegen, die für die vermeintlichen Probleme ihrer Kinder einen Namen haben möchten. Ärzte an Universitäten sehen das Syndrom aber sehr skeptisch: Bis jetzt gibt es noch keine wissenschaftlichen Belege, dass KiSS überhaupt existiert. In vielen Fällen werde dabei etwas behandelt, das nur in den Augen der Eltern ein Problem darstelle oder auch einfach auswachse. Gefährlich ist die Diagnose KiSS aber, wenn nicht mehr nach ernsthaften Ursachen gesucht wird, etwa für Koordinationsstörungen. Dann kommt die wirklich helfende Therapie, beispielsweise bei Tumoren, unter Umständen zu spät. Diese Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 35/2000 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 24. August 2000 ist unter Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der Wortlaut des ZEIT-Textes kann angefordert werden. ots Originaltext: Die ZEIT Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen steht Ihnen das Team der ZEIT-Presse- und Public Relations Elke Bunse (Tel. 040/ 3280-217, Fax -558, e-mail: bunse@zeit.de) und Victoria Johst (Tel. 040/3280-303, Fax-570, e-mail: johst@zeit.de) gern zur Verfügung. Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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