Bundesagentur für Arbeit (BA)

Wirtschaftsminister Müller besucht Bundesanstalt für Arbeit

Nürnberg (ots) - Dr. Werner Müller, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, hat am Donnerstag die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg besucht. In Informationsgesprächen mit Präsident Bernhard Jagoda und leitenden Mitarbeitern der BA erörterte er die aktuelle und zukünftige Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes, die Rolle der Bundesanstalt für Arbeit beim Arbeitsmarktausgleich sowie bisherige Erfahrungen mit der "Green Card" bei der Deckung des Fachkräftebedarfs der IT-Branche. Müller und Jagoda waren sich einig, dass auf dem Arbeitsmarkt positive Signale zu erkennen sind. So werde in diesem Jahr die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt auf etwa 3,9 Millionen fallen, im nächsten Jahr sei ein weiterer deutlicher Rückgang wahrscheinlich. Auch auf dem Lehrstellenmarkt gebe es Fortschritte. Die Unternehmen dürften aber nicht in ihren Bemühungen nachlassen, um die noch bestehende Ausbildungsplatzlücke auch kurzfristig zu füllen. Müller und Jagoda waren sich darin einig, dass der mit dem Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit angegangene konsensorientierte Politikansatz bereits Früchte trägt, so zum Beispiel der Ausbildungskonsens sowie die Gemeinsame Erklärung von BDA und DGB für eine mittel- und langfristig verlässliche Tarifpolitik. In diesem Zusammenhang dankte Müller dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der BA für die Empfehlungen zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik (Agenda 1998). Sie stelle einen überzeugenden "Policy-Mix"-Ansatz dar, um bei der Bewältigung der Arbeitslosigkeit voran zu kommen. Im Interesse eines zügigen Arbeitsmarktausgleichs appellierten Müller und Jagoda an die Unternehmen, zu besetzende Stellen in jedem Fall dem Arbeitsamt zu melden. Die Ämter könnten zwar nicht in jedem Fall und unverzüglich jede Stelle besetzen, aber doch den überwiegenden Teil; falls erforderlich werde beruflich qualifiziert, betonte Jagoda. Vor allem die Internetbasierten Selbstinformationseinrichtungen der BA hätten einen hohen Stellenwert, seien zukunftssicher und machten zudem Kapazitäten für personalintensive Beratungstätigkeiten frei. Das Arbeitsamt kümmere sich auch immer mehr um neue Beschäftigungsformen, da das Vollzeit-Arbeitsverhältnis zunehmend Konkurrenz auf dem Beschäftigungsmarkt bekomme. Müller zeigte sich überzeugt, dass mit der Einführung des "Arbeitsamtes 2000" die Ämter noch kundenfreundlicher und effizienter würden. Deren Bemühungen um berufliche Weiterbildung seien zu begrüßen, müssten aber noch stärker an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet werden. Auch beim Förderinstrumentarium gelte es, die Mittel zukunftsorientiert einzusetzen. So habe sich vor allem das Über-brückungsgeld für Existenzgründer gut bewährt. Die Bereitschaft der BA, die Einführung einer bundeseinheitlichen behördenübergreifenden Unternehmensnummer zu unterstützen, begrüßte der Minister ausdrücklich. Er bat die Nürnberger Behörde auch um aktive Mitwirkung bei der Absicht, Arbeitsmarktpolitik und regionale Wirtschaftsförderung besser zu verzahnen. ots Originaltext: Bundesanstalt für Arbeit Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Bundesanstalt für Arbeit Herr Schütz Tel.: (0911) 179 3725 Herr Mann Tel.: 0911/1 79 3055 Original-Content von: Bundesagentur für Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

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