Bundesagentur für Arbeit (BA)

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im August 2000
Aufhellung am Arbeitsmarkt setzt sich fort - Teil 10/12

Nürnberg (ots) - Der Entwicklung des Stellenangebots folgend waren auch die Arbeitsvermittlungen zuletzt wieder rückläufig. So wurden im August 63.000 Beschäftigungsverhältnisse über sieben Tage Dauer angebahnt, 5.500 oder 8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. (Wegen Änderungen im statistischen Verfahren dürfte die Zahl der Vermittlungen niedriger als früher ausgewiesen werden.) Einschließlich jener in kurzfristige Tätigkeiten (-1.900 auf 6.400) wurden 69.300 Arbeitsuchende vermittelt, dies entspricht einer Abnahme von 7.400 oder 10 Prozent. Darüber hinaus fanden 3.200 Personen mit anderweitigen Vermittlungsangeboten der Arbeitsämter eine Beschäftigung, nämlich 2.800 mit Hilfe des SIS, 300 durch den AIS, 50 durch beauftragte Dritte und 100 durch Anbahnung einer selbständigen Tätigkeit. Somit konnten durch die Mitwirkung der Arbeitsämter im August insgesamt 72.600 Personen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Zuletzt waren den Arbeitsämtern 65.200 Stellen gemeldet, unverändert 4.400 oder 6 Prozent weniger als vor einem Jahr (Juni: -4.400; Mai: -8.200). Kurzarbeit ist im Berichtsmonat - vor allem infolge urlaubsbedingter Unterbrechungen - weiter zurückgegangen. So wurden zuletzt 20.300 Kurzarbeiter gezählt, 1.500 weniger als im Juli. Vor allem die Bauwirtschaft hat dazu beigetragen (-1.400 auf 6.900). Gegenüber dem Vorjahresmonat gab es 600 Kurzarbeiter mehr (Juli: -2.000). Die Arbeitszeit war im Durchschnitt um 55 Prozent reduziert (Vormonat: 53 Prozent; Vorjahr: 48 Prozent). Mehr als die Hälfte der Arbeitszeit fiel für 47 Prozent der Kurzarbeiter aus (45 Prozent; 36 Prozent). Arbeitsmarktpolitik: Entlastung praktisch wieder auf Vorjahresniveau Geförderte berufliche Bildung hatte im August erstmals wieder deutlich größeres Gewicht als vor Jahresfrist. So befanden sich insgesamt 146.600 Menschen in Maßnahmen zur Weiterbildung, zur Wiedereingliederung von Behinderten und in Deutsch-Sprachlehrgängen, das ist ein Plus von 5 Prozent. Die Zunahme beruht vor allem auf mehr Weiterbildung (+5 Prozent auf 133.100; Rehabilitation: +8 Prozent auf 8.200; Deutsch-Sprachlehrgänge: +6 Prozent auf 5.200). Seit Januar begannen 165.900 Personen eine der genannten Maßnahmen, 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs entfiel ebenfalls primär auf mehr Weiterbildung (+12 Prozent auf 146.700; Rehabilitation: +13 Prozent auf 10.600; Deutschkurse: +2 Prozent auf 8.500). Beschäftigungschaffende Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes haben auch zuletzt wieder merklich zugelegt und liegen zum ersten Mal seit gut einem Jahr nicht mehr unter Vorjahresniveau. So waren im Berichtsmonat in ABM und traditionellen SAM 206.700 Personen tätig, dies sind 3 Prozent mehr (ABM: +4 Prozent auf 156.900; traditionelle SAM: +* Prozent auf 49.800). Die Zugänge seit Januar waren mit 152.600 aber immer noch um 10 Prozent kleiner als im Vorjahreszeitraum (ABM: -11 Prozent auf 123.600; traditionelle SAM: -6 Prozent auf 29.000). Direkte Förderung regulärer Beschäftigung hat zuletzt weiter leicht zugelegt und bewegt sich deshalb nicht mehr ganz so stark unter den Vorjahreswerten. So befanden sich im August 115.900 Menschen in entsprechenden Tätigkeiten, 37 Prozent weniger als vor einem Jahr (ohne Arbeitnehmerhilfe; Juli: -39 Prozent). Das weitaus größte Gewicht haben immer noch - trotz seit längerem stark negativer Tendenz - SAM OfW (-66 Prozent auf 42.500). Mit Überbrückungsgeld wurden kaum noch weniger Personen gefördert (-2 Prozent auf 15.300). Dagegen waren erstmals seit längerem mit Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose deutlich mehr Personen beschäftigt (+15 Prozent auf 10.900; Juli: +2 Prozent). Vor allem mit Eingliederungszuschüssen waren nach wie vor wesentlich mehr Arbeitnehmer tätig (+48 Prozent auf 42.000). Von Januar bis August nahmen insgesamt 112.500 Personen mit diesen Instrumenten (einschließl. Arbeitnehmerhilfe) eine Arbeit auf, nahezu unverändert 37 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Wie schon bisher standen starken Zunahmen bei Eingliederungszuschüssen (+41 Prozent auf 39.600) beträchtliche Abnahmen bei SAM OfW gegenüber (- 70 Prozent auf 33.400; Überbrückungsgeld: -7 Prozent auf 20.700). Erstqualifizierungs- und Eingliederungsmaßnahmen für jüngere Menschen waren weiterhin von großer Bedeutung. Im August nahmen an berufsvorbereitenden Maßnahmen, an Berufsausbildungen Benachteiligter sowie an Maßnahmen des Jugendsofortprogramms 93.800 junge Menschen teil (ohne Sofortprogramm: +17 Prozent). Von Januar bis August traten 41.000 Jüngere in solche Maßnahmen ein (ohne Sofortprogramm: +20 Prozent). Die Zahl der seit Januar im Rahmen der Freien Förderung bewilligten Leistungen lag mit 54.800 um 5 Prozent über der des Vorjahres. Weiterhin machten ca. 80.000 Leistungsempfänger von der Regelung des ß 428 SGB III Gebrauch, 9 Prozent weniger als vor einem Jahr. In der Freistellungsphase der Altersteilzeit befanden sich mit ca. 7.500 nach wie vor wesentlich mehr Personen (+53 Prozent). - Es folgt Teil 11 - Original-Content von: Bundesagentur für Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

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