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Caritas: "500 Millionen Dollar sind keine Antwort"
Abhängigkeit der Entwicklungsländer verringern - Kleinstrukturen fördern

Freiburg (ots) - Angesichts der Hungerrevolten in aller Welt fordert der Deutsche Caritasverband größere Investitionen in lokale Strukturhilfen. "Die gegenwärtige Krise ist nicht über Nacht entstanden und sie wird nicht über Nacht wieder verschwinden. Wir brauchen ein radikales Umdenken und einen langen Atem, wenn wir die jetzt zutage tretenden Probleme lösen wollen", warnt der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Prälat Dr. Peter Neher. Kurzfristig 500 Millionen Dollar als Sofortlösung bereitzustellen, wie das World Food Program es derzeit macht, garantiert noch nicht die Beseitigung der Ursachen für die Preis- und Hungerkrise".

Notwendig ist eine vorausschauende Krisenpräventionspolitik, die Kleinstrukturen in Entwicklungsländern fördert. "In der Vergangenheit sind die Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas durch Agrarsubventionen und einseitige Förderung von Großindustrien systematisch in die Abhängigkeit der Industrieländer getrieben worden", kritisiert Neher. Nur wenn es gelingt, die lokale Produktion von Nahrungsmitteln wieder attraktiv zu machen und die Ernährung aus eigener Kraft zu sichern, kann in der gegenwärtigen Krise auch eine Chance liegen.

Als Beispiel für eine gelungene Strategie nennt Neher die Reaktion der Caritas Niger auf Hungerkrisen der Vergangenheit. Um dem Preisdiktat des Weltmarktes zu entgehen, waren in dem afrikanischen Staat von Caritas systematisch selbst verwaltete, dezentrale Getreidespeicher aufgebaut worden. Mit Krediten werden die Ernten durch lokale Genossenschaften zu billigen Preisen eingekauft und dann wieder an die Bevölkerung günstig verkauft, sobald die Preise für diese in unerschwingliche Höhen steigen.

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