SAT.1

Spiegel TV-Reportage
Montag, 15. April 2002, 23.15 Uhr
Diagnose: Angst
Von Panikattacken und Phobien

    Berlin (ots) - Mehr als ein Jahr litt Dietlind Dette an
Herzschmerzen, Schweißausbrüchen, Atemnot, Übelkeit und
Schwindelgefühl. "Ich hätte nie gedacht, dass Angst einen so krank
machen kann", sagt die Frau aus Thüringen heute. Zuletzt fühlte sie
nicht mehr in der Lage, ihre Wohnung zu verlassen. Ständig war sie
von der Angst besessen, im nächsten Moment tot umzufallen. Keiner der
vielen Ärzte, die sie konsultierte, konnte ihr helfen. Erst der Gang
zum Neurologen und dessen Diagnose "Angsterkrankung" führten
schließlich zur Heilung.
    
    Rund ein Viertel aller Menschen in Deutschland erleidet einmal im
Leben eine Angsterkrankung. Statistisch gesehen rangieren krankhafte
Ängste an erster Stelle aller psychischen Leiden, noch vor
Depressionen.
    
    Für die Betroffenen kommt die Krankheit meistens aus heiterem
Himmel. Sükrü Cekin wachte eines Morgens mit Herzrasen auf und hatte
das Gefühl, gleich an einem Herinfarkt zu sterben. Dieses Gefühl
hielt über Wochen an, oft mehrfach täglich rief er den Notarztwagen.
Ganz geheilt ist er auch jetzt noch nicht.
    
    Manchmal sind es aber auch alt vertraute Ängste, die im Laufe der
Zeit außer Kontrolle geraten und das Leben zur Hölle machen: Schon
seit ihrer Kindheit litt Linda Schön an panischer Angst vor Spinnen.
Zuletzt ging die Angst so weit, dass sie nachts nicht mehr schlafen
konnte, weil sie glaubte, eine Spinne sei in ihrem Zimmer.
    
    Dabei muss niemand sein Leben lang an derartigen Ängsten leiden.
Ein Großteil der Phobien - 60 bis 80 Prozent - je nach Art der
Erkrankung, kann mit Hilfe einer Verhaltenstherapie immerhin so
behandelt werden, dass die Betroffenen gut mit ihrer Angst leben
können.
    
    "Spiegel TV"- Autorin Beate Schwarz hat Therapeuten und ihre
Patienten bei dem Versuch beobachtet, die Angst in den Griff zu
bekommen.
    
    
ots Originaltext: Sat.1
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