ARD Das Erste

"Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 15. Dezember 2015, um 23:45 Uhr

München (ots) - Das Thema:

"Das Quartett der Querdenker"

Merkels Credo "Wir schaffen das" in der Flüchtlingsdebatte, Schäubles Drohung an die griechische Regierung "Um 24 Uhr isch game over" , Gabriels Diktum "Das ist Pack" über die Rechtsradikalen - 2015 war das Jahr zugespitzter Aussagen und das Jahr der Krisen, die uns unerwartet heftig trafen. Zeit für eine Bestandsaufnahme mit einer meinungsstarken Runde. Welche Lehren müssen wir aus 2015 ziehen? Was hat die Menschen bewegt? Wie zuversichtlich fällt der Ausblick für 2016 aus?

Gäste:

Thomas Gottschalk (Fernsehmoderator) Alice Schwarzer (Publizistin) Daniel Cohn-Bendit, B´90/Die Grünen (Politiker) Heiner Geißler, CDU (Ehem. Bundesminister)

Thomas Gottschalk

"Meine Generation ist unter der Fahne von "Love & Peace" angetreten. Nach diesem Jahr habe ich diese Illusion endgültig aufgegeben", sagt der Entertainer. Mit seiner Autobiographie "Herbstblond" hat Thomas Gottschalk einen der Bestseller des Jahres geschrieben. Er vermisst darin politische Figuren wie Konrad Adenauer, Willy Brandt oder Helmut Schmidt, "die zu wissen schienen, was der Nation gut tat". Dass öffentliche Debatten immer stärker durch Shitstorms in den digitalen Medien aufgeheizt werden, wie auch in diesem Jahr in der Flüchtlingsfrage, beklagt der Moderator, der sich intensiv mit der Zukunft des Fernsehens beschäftigt.

Alice Schwarzer

Mit den beiden Terroranschlägen in Paris sei 2015 der Krieg nach Europa gekommen, schreibt Alice Schwarzer, die in der französischen Hauptstadt studiert hat und bis heute viel Zeit dort verbringt. Seit Anfang der 70er Jahre mischt sich die Autorin ("Der kleine Unterschied - und seine großen Folgen") und "Emma"-Herausgeberin immer wieder in alle großen Debatten ein. Fast ebenso lang warnt die Publizistin vor dem Islamismus und glaubt, dass Angela Merkel sich jetzt in einem Punkt irre:" Die Kanzlerin hat vieles richtig gemacht in ihrer zehnjährigen Amtszeit, aber auch einen großen Fehler: die chronische Unterschätzung der Gefahr, die vom politisierten Islam ausgeht."

Daniel Cohn-Bendit

Er ist europaweit seit fast 50 Jahren einer der prägenden Figuren im politischen Diskurs: Als Anführer der Pariser Studentenrevolte, als erster Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten und zwei Jahrzehnte lang bis 2014 als Europaparlamentarier. Auf Parteilinie ließ sich die Leitfigur der Grünen nie bringen. In diesem Jahr änderte Daniel Cohn-Bendit seine Meinung zu Angela Merkel, die er wegen ihrer Gangart in der Eurorettung scharf kritisiert hatte, und lobt die Kanzlerin für ihre Flüchtlingspolitik.

Heiner Geißler

Als langjähriger CDU-Generalsekretär war er einer der umstrittensten Politiker Deutschlands. Er wurde beschimpft als "politischer Sittenstrolch", "Rosenkranz-Marxist" und von Willy Brandt sogar als "schlimmster Hetzer in diesem Land seit Goebbels". Auch in der Partei ging er keinem Streit aus dem Weg. Heiner Geißler gilt auch nach seiner politischen Karriere als einer der streitbarsten und eigensinnigsten Köpfe der CDU. Dazu gehört auch, dass er aus Protest gegen den "Siegeszug eines unsittlichen Kapitalismus" der Bewegung Attac beitrat. Die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel unterstützt der 85-Jährige uneingeschränkt: "Die CDU hat eine moralische Pflicht, den Flüchtlingen zu helfen."

"Menschen bei Maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent TV GmbH.

Im Internet unter www.DasErste.de/maischberger Redaktion: Klaus Michael Heinz (WDR)

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