ARD Das Erste

Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten am Sonntag, 26. Oktober 2014, 19.20 Uhr vom SWR im Ersten

München (ots) - Moderation: Ute Brucker

Geplante Themen:

Ukraine: Quo vadis?
Wohin steuert die Ukraine? Kommenden Sonntag finden Parlamentswahlen 
statt, die das Land verändern sollen. Dabei kann gar nicht überall 
gewählt werden. Weder in weiten Teilen des Ostens, in dem sich noch 
immer Separatisten und Armee beschießen, noch auf der Krim. 
ARD-Korrespondentin Golineh Atai, ARD Moskau, hat eine Frau mit einer
bewegenden Geschichte getroffen. Im August wurde Irina Dovgan während
einer von den Separatisten organisierten Militärparade und 
Zurschaustellung von Kriegsgefangenen an den Pranger gestellt. Sie 
hatte für das ukrainische Militär Lebensmittel besorgt, war dabei 
gefangen genommen worden, wurde an einen Mast angekettet, grotesk mit
ukrainischen Farben verkleidet, beschimpft und bespuckt. 
Nach ihrer Freilassung luden die UN sie ein, über ihre Gefangenschaft
öffentlich zu sprechen. Nun kandidiert sie als parteilose Abgeordnete
für das Parlament.
Ausgerechnet in der befreiten Nachbarstadt von Donezk, Slawyansk.  

Syrien: Zerstörtes Land
Seit dreieinhalb Jahren tobt ein Krieg in Syrien, der weite Teile des
Landes mittlerweile fast vollständig zerstört hat. Trotzdem hält sich
Präsident Assad im Amt. Seit dem Erstarken der Terrororganisation 
"Islamischer Staat" sieht der Diktator sogar wieder eine Chance, sich
dem Westen  als Alliierter im Kampf gegen Terror anzubieten. 
Konsequent  werden eigene Kriegsverbrechen, der mutmaßliche Einsatz 
von Giftgas, das Abwerfen von Fassbomben und das Aushungern und 
Bombardieren von ganzen Stadtvierteln ausgeblendet. ARD-Korrespondent
Thomas Aders, ARD Kairo, berichtet aus der syrischen Hauptstadt 
Damaskus. Dort hat er auch die Chefberaterin Assads, Buthaina 
Shaaban, besucht.

Malawi: Die Mouse-Boys
Es gibt Snacks, die sind nicht jedermanns Sache. Zum Beispiel: 
Gekochte Mäuse. Ungewöhnlich ist das in Malawi, einem Land im Süden 
Afrikas, auch nicht.  Da gelten Mäuse-Kebabs als Spezialität. vier 
junge Burschen haben sich mit dem Verkauf von  Mäuse-Kebabs damit am 
Straßenrand bei Balaka ihren Lebensunterhalt verdient. Und weil nicht
gerade viele an ihrem Verkaufsstand vorbeikamen, haben sie 
zwischendurch immer wieder Musik auf selbstgebastelten Instrumenten 
gemacht. Mittlerweile sind die Jungs entdeckt worden, haben eine 
Europa-Tournee hinter sich und sind doch sprichwörtlich auf dem Boden
geblieben. Das erspielte Geld stecken sie in die Entwicklung ihres 
Dorfes. Und sie haben sich neue Gitarren gekauft. Ulli Neuhoff, ARD 
Johannesburg, hat die "Mouse-Boys" besucht.

Indonesien: Der Fluch der Schatzinsel
Bangka ist eine indonesische  Insel, die reich ist. Bangka ist aber 
auch eine Insel, die gerade zerstört wird. Der Grund: Zinn. 
Das Erz steckt in Blechdosen, Autos und vor allem: in Smartphones und
Tablet-Computern. Zinn ist somit eines der wertvollsten Metalle der 
Welt. Seit 13 Jahren wird das Metall auf der Insel Bangka abgebaut. 
Sowohl im Landesinnern als auch auf dem Meeresgrund. Meistens 
geschieht dies illegal in eigentlich geschützten Waldgebieten oder 
auf in Ufernähe schwimmenden Plattformen im Meer. Die Arbeit ist 
gefährlich, viele verletzen sich. Das Trinkwasser ist mit 
Schwermetallen verseucht. Jeden Monat sterben Menschen. Und doch: 
Fast die Hälfte der Inselbewohner verdingt sich als Minenarbeiter. 
Nicht selten auch Kinder. Die großen internationalen Firmen reißen 
sich um den wertvollen Schatz aus Bangka. Philipp Abresch, ARD 
Singapur, hat die Insel besucht, die vielerorts mehr einer 
unwirtlichen Kraterlandschaft gleicht, denn einem bewohnten Ort.

USA: Supermänner als Wohltäter
Ob New York, Milwaukee, Atlanta oder Miami. Überall in den USA ist 
ein merkwürdiges Phänomen zu beobachten. Batman, Superman und  viele 
weitere Comic-Helden streifen durch die Straßen und helfen 
Bedürftigen. "Real Life Super Heroes" - Superhelden im echten Leben 
nennen sie sich. Verkleidet nach ihren Vorbilden aus der Film- und 
Comic-Geschichte. Im richtigen Leben sind sie Studenten, Architekten 
oder Arbeiter. Doch wenn es Abend wird, verkleiden sie sich, ziehen 
Masken auf und Kostüme an - und helfen Bedürftigen und Armen. 
Supermänner als Sozialarbeiter: Mittlerweile gibt es Hunderte von 
ihnen, gut vernetzt über das Internet. Über eine skurrile Art der 
Nachbarschaftshilfe berichtet Stefan Niemann, ARD Washington. 

Redaktion: Stefan Rocker

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