ARD Das Erste

"ttt- titel thesen temperamente" (NDR) am Sonntag, 21. September 2014, um 00.05 Uhr

München (ots) - mit folgenden Themen:

Verwüstungen, Fäkalien und verbrannte Korane - Immer mehr Anschläge auf Moscheen in Deutschland Muslimische Gotteshäuser in Deutschland werden immer öfter Ziele von Anschlägen, seit Januar 2012 waren es im Schnitt drei pro Monat: Eine Moschee in Mölln, die mehrfach geschändet wurde. Eine Moschee in Delmenhorst, auf die Brandsätze flogen. Gleiches geschah in Bielefeld und Berlin, die Fälle häufen sich im ganzen Bundesgebiet. In der Öffentlichkeit wird darüber kaum berichtet, und die Solidarität hält sich bisher in Grenzen. Weil es keine christlichen Kirchen sind? Weil die Opfer zu fremd sind für die deutsche Gesellschaft? Warum wird so wenig berichtet, und wie fühlen sich die Muslime? "ttt" spricht mit Betroffenen über die erschreckenden Taten und ihren Folgen.

Die geheimen Höhlenstädte des Ersten Weltkrieg - Auf Entdeckungstour mit Fotograf Jeffrey Gusky Die Kohlezeichnung von einer Frau sieht aus, als wäre sie erst gestern auf die Höhlenwand gemalt worden. Dabei ist sie hundert Jahre alt und stammt von einem Soldaten. Namen, Graffitis, Liebesschwüre, Karikaturen, in den Fels gehauene Gesichter, Grabinschriften - der amerikanische Fotograf Jeffrey Gusky holt mit berührenden Schwarzweiß-Bildern ein vergessenes Kapitel des Ersten Weltkrieges ans Licht. Durch seine Fotos bekommen die namenlosen Soldaten ein Gesicht, ihre Sehnsucht, Verzweiflung und Trauer wird greifbar. Es ist, als würden sie wieder lebendig, für einen kurzen Moment. Deutsche, Briten, Franzosen, Kanadier, Amerikaner und Neuseeländer verschanzten sich im Ersten Weltkrieg in den jahrhundealten Steinbrüchen und Stollengängen in Frankreich. Als erstes Fernsehteam durfte "ttt" eine vergessene unterirdische "deutsche" Stadt an einem geheimen Ort in Nordost-Frankreich drehen - ein mehrere Kilometer langes Labyrinth und ein Rückzugsort mitten in der Todeszone zwischen den damaligen Fronten.

Die Doppelexistenz des Sascha Anderson - Wie ein bemerkenswerter Dokumentarfilm nach Antworten sucht Seine spektakuläre Enttarnung als Stasi-Spitzel 1991 erschütterte: Sascha Anderson, Star der Künstler- Bohème vom Prenzlauer Berg hatte jahrelang Informationen über eben diese Szene der Stasi zugetragen - und auch nach seiner Ausreise aus der DDR lieferte er noch Berichte, dann aus West-Berlin. So schockierend der Verrat des Sascha Anderson war, so nachhaltig ist die Sprachlosigkeit darüber bis heute. Jetzt versucht ein bemerkenswerter Dokumentarfilm die Doppelexistenz von Sascha Anderson zu ergründen: "Anderson" (Filmstart 2. Oktober). Der Regisseurin Annekatrin Hendel ist es dafür gelungen, mit Anderson selbst und vielen seiner ehemaligen Freunde und Mitstreiter zu sprechen. Der Film ist kein Enthüllungsfilm, es gibt keine spektakuläre Entschuldigung, keine Versöhnung - aber der Film gewährt tiefe Einblicke in das Damals, das bis heute wirkt.

Die Explosion des Raumes - Die Installation "Inside the speaker" von Katharina Grosse in Düsseldorf Der Betrachter ist mitten im Kunstwerk - um ihn herum Unmengen von Farbe, Erde, Stoffbahnen, die einander überlagern, Wege eröffnen, versperren. Auf fast 800 Quadratmetern zerfasert, zersplittert Katharina Grosse in ihrer Installation "Inside the speaker" einen großen Ausstellungsraum im Museum Kunstpalast in Düsseldorf - man soll sich so fühlen, als sei der Raum explodiert. "ttt" ist beim Aufbau mit dabei und durchwandert exklusiv mit Katharina Grosse ihr Kunstwerk. (30.9.2014 - 18.01.2015).

Trommelnd von Italien nach München - Der Preisträger des diesjährigen ARD-Musikwettbewerb Viele namhafte Künstler haben ihn gewonnen: den ARD-Musikwettbewerb. Und er war das Sprungbrett für ihre internationale Karriere. Gerade ist der 63. Wettbewerb in München zu Ende gegangen. "ttt" stellt den Preisträger in der Kategorie Schlagzeug vor, der nicht nur die Fach-Jury, sondern alle Zuhörer so überzeugte, dass sie ihm auch noch den Publikumspreis verliehen - Simone Rubino aus Italien.

Moderation: Evelyn Fischer

Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen

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