Das Erste, Sonntag, 05.02.2012, 12.03 - 12.45 Uhr Presseclub mit Jörg Schönenborn

Köln (ots) -

Deutsches Jobwunder: zu schön, um wahr zu sein?

Während andere EU-Länder in der dramatischen Schuldenkrise 
verzweifelt gegen die hohe Arbeitslosigkeit ankämpfen, entstehen in 
Deutschland weiter neue Jobs, herrscht in einigen Regionen praktisch 
Vollbeschäftigung. Wegen dieses Jobwunders ist die Bundesrepublik für
Staaten wie Frankreich ein Vorbild. Der Beschäftigungsrekord in 
Deutschland geht auch auf die bis heute höchst umstrittene 
Arbeitsmarktpolitik der rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder 
zurück. Die "Agenda 2010" mit den Hartz-Gesetzen hat ihn die 
Wiederwahl gekostet, nun lobt selbst Kanzlerin Merkel ihren Vorgänger
für diese Reformen. Das deutsche Jobwunder hat aber auch seine 
Schattenseiten: Minijobs, Leiharbeit und befristete Stellen boomen, 
Ältere und Langzeitarbeitslose haben kaum Chancen auf dem 
Arbeitsmarkt. Viele Menschen, vor allem Frauen, arbeiten zu 
Niedriglöhnen. 
Ist ein Job mit schlechter Bezahlung besser als gar keine Arbeit? 
Bedeutet der Arbeitsplatzabbau bei Unternehmen wie Schlecker, Nokia, 
Siemens , Manroland, IBM u. a. das Ende des Jobwunders? Wie 
gefährlich ist die Euro-Krise für den Arbeitsmarkt in Deutschland? 
Darüber diskutiert WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn am Sonntag im 
ARD-Presseclub mit seinen Gästen:

Marc Beise, Süddeutsche Zeitung
Rudolf Hickel, Publizist
Eva Roth, Frankfurter Rundschau
Cornelia Schmergal, Wirtschaftswoche

Redaktion: Claudia Dammann 


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kristina.bausch@wdr.de