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Das Erste: "W wie Wissen" am 20. September 2009 um 17.03 Uhr im Ersten

München (ots) - Thema: Leben im Fluss Die Rückkehr des Bibers Früher stand der Biber in der kirchlichen Fastenzeit als "Fisch" auf dem Speiseplan und wurde gnadenlos gejagt. Außerdem fällt der Nager Bäume am Ufer, staut Flüsse und Bäche, höhlt Deiche aus und machte sich auch deswegen nicht gerade beliebt. Kaum ein Tier birgt mehr Konfliktpotential als der Biber. Doch: Wo er auftaucht, entsteht neues Leben - im Wasser und am Ufer. Heute gibt es bundesweit wieder rund 7.000 Elbebiber, 1.200 Tiere leben derzeit im Biosphärenreservat Mittelelbe. Letzte Chance für die Flussperlmuschel Die Flussperlmuschel ist einer der anspruchsvollsten Bewohner der Flüsse Europas. Wie kaum ein anderes Tier ist sie auf extrem sauberes Wasser und ein stabiles Ökosystem angewiesen. In Folge der intensiven Landwirtschaft sind solche Bedingungen selten geworden. Düngemittel verursachen Algenwachstum, das den Sauerstoffgehalt sinken lässt. Außerdem gibt es neue Feinde, wie z.B. die eingewanderte Zebramuschel. Wird die Flussperlmuschel endgültig aus den deutschen Gewässern verschwinden? Die Isar - Erst gezähmt, jetzt wieder wild Früher war die Isar in München ein reißender Fluss mit vielen Seitenarmen. Dann wurden Dämme und Wehre gebaut, der reißende Gebirgsfluss wurde über 100 Jahre hinweg in ein immer stärkeres Korsett gezwängt. Mit diesem "Umbau" sollten die häufigen Hochwasser verhindert werden. Das gelang jedoch nicht. Darum entschieden die Stadtväter, dass die Hochwassersicherheit nicht durch mehr Beton, sondern durch mehr Natur garantiert werden sollte. Also wird die Isar zurückverwandelt in einen wilden Strom! Welt in Zahlen - Flüsse In Deutschland fließen 7.300 Kilometer befahrbare Wasserstraßen, das ist drei Mal die Strecke von Kiel nach Sizilien. Davon sind 75 Prozent natürliche Flüsse und 25 Prozent künstliche angelegte Kanäle. Noch 1990 galt die Elbe als der "dreckigste Fluss Deutschlands". Dank Umweltmaßnahmen ist ihr Schadstoffgehalt stellenweise um bis zu 90 Prozent gesunken. Auch andere Flüsse sind sauberer geworden: Etwa 60 verschiedene Fischarten kommen heute wieder in unseren Flüssen vor! Mythos Rheinlachs Lange war der Lachs am Rhein ausgestorben. Der Strom war bis in die 1980er zu einer Kloake verkommen, dann beschlossen alle Rheinanliegerstaaten, den Fluss zu retten. Heute leben wieder zahlreiche Fischarten im Rhein. Im Jahr 2000 wurde schließlich ein Traum vieler Naturfreunde wahr. Biologen zählten mehr als 500 springende Lachse an der Sieg, einem Nebenfluss des Rheins. Die Öffentlichkeit jubelte: "Der Lachs ist zurück im Rhein!" Doch stimmt das so? Ist der Rhein wieder ein echter Lachsfluss? Moderation: Dennis Wilms Pressekontakt: Redaktionelle Koordination: Christian Kossin / NDR "W wie Wissen" im Internet unter www.DasErste.de/wwiewissen Fotos unter www.ard-foto.de Pressekontakt: Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste, Tel.: 089/5900-3876, E-Mail: Agnes.Toellner@DasErste.de Presseanfragen Dennis Wilms: Enno Wiese, Tel.: 030/ 850 73 790, Fax: 030/850 73 799 E-Mail: mail@bbm-pr.de Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

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